Thomas Kochan

Kurzbiographie

Thomas KochanThomas Kochan, 1968 geboren, studierte Bibliothekswesen an der FU Berlin und anschließend Europäische Ethnologie und Geschichte an der Humboldt-Universität. 2001 bis 2003 arbeitete er im Haus der Geschichte in Bonn, danach in der Bibliothek der HUB. Forschungen über die ostdeutsche Jugendkultur der Bluesfans und Tramper weckten seine Neugier am Thema Alkoholrausch in der DDR. 2002 erschien seine Studie "Den Blues haben".

E-Mail an Thomas Kochan

Kurzbeschreibung der Dissertation

Alkohol und Alkoholrausch in der DDR

Im Pro-Kopf-Verbrauch von Bier und Hochprozentigem nahm die DDR weltweit einen der drei vordersten Plätze ein. Eine spezifische Kultur des Trinkens und Berauschens etablierte sich. An Spirituosen aus staatlicher Produktion mangelte es der Mangelgesellschaft nie. Dem gegenüber stand das offiziell propagierte Bild einer "nüchternen DDR" ohne Alkoholprobleme. Die Untersuchung widmet sich sowohl der staatlichen "Alkoholpolitik" als auch der besonderen "Alkoholkultur" der DDR-Bevölkerung. Gefragt wird nach den politischen Intentionen der Alkoholikaherstellung, dem Umgang mit Alkoholismus sowie nach der Rolle und Bedeutung von Alkohol und Alkoholrausch im Alltag. - Generell: Alkohol und sozialistische Gesellschaft, wie gehört das zusammen?