Bildungskatalog: SED-Diktatur und deutsche Teilung

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Kalter Krieg

Art des Materials

Geschichtszeitschrift zur Unterrichtsvorbereitung

Kurzbeschreibung

Das Themenheft der Zeitschrift "Geschichte lernen" widmet sich dem Thema "Kalter Krieg". Neben einer ausführlichen Einleitung mit Erläuterungen zu Grundproblemen und Konsequenzen des "Kalten Krieges" werden mehrere Einzelthemen ausführlich zur Behandlung im Unterricht vorgeschlagen.
Der "Kalte Krieg" bezeichnet die in Folge des Zweiten Weltkrieges eintretende Hochphase eines Systemkonflikts zwischen Ost und West. Der nicht mit kriegerischen Mitteln ausgetragene Systemkonflikt fand zwischen den beiden großen Machtblöcken statt, die von der USA und der Sowjetunion geführt wurden. Zu den beiden feindlichen Machtblöcken gehörten jeweils Militärbündnisse: die NATO auf westlicher Seite und der Warschauer Pakt auf östlicher Seite. Ein beispielloses Wettrüsten begann. Die beiden Blöcke standen sich hochgerüstet gegenüber - immer an der Schwelle zu einem Atomkrieg. Mehrmals drohte von beiden Seiten aus die Situation zu eskalieren: bei der Berlin-Blockade 1948/1949, während des Korea-Krieges 1950 und in der "Kuba-Krise" 1962. Letztere stellte einen Höhepunkt des Systemkonflikts dar. Die USA und die Sowjetunion hatten jeweils in Drittstaaten in Reichweite zur USA bzw. zur Sowjetunion atomare Mittelstreckenraketen stationiert. Dies löste eine schwere Krise aus, in der beide Staaten kurz davor standen, sich gegenseitig mit Atomwaffen anzugreifen. Nach Tagen der Geheimdiplomatie lenkte der sowjetische Staatsschef Chruschtschow ein und kündigte den Abzug der Raketen an, die USA sahen von einer Invasion auf Kuba ab.
Der "Kalte Krieg" wurde aber nicht nur auf militärischer Ebene betrieben. So wurde 1957 das Kräftemessen zwischen Ost und West ins All verlegt, als die Sowjetunion den ersten künstlichen Erdtrabanten in den Weltraum schoss und ihr 1961 die erste bemannte Umrundung der Erde im All gelang. Die USA wiederum waren die ersten, die 1969 mit einem Astronauten den Mond betraten. Die Konkurrenz auf dem Gebiet des Konsums wurde anschaulich durch die "Küchendebatte" zwischen US-Vizepräsident Nixon und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Chruschtschow 1959, als die beiden die US-amerikanische Nationalausstellung in Moskau eröffneten. Dort wurde ganz bewusst der American Way of Life mit seinem Inventar ausgestellt - besonders technische Geräte im Haushalt. Die Sowjetunion stellte dem eine Produktion entgegen, die auf Funktionalität statt auf Stil setzte. Über die ausgestellten Konsumgüter entwickelte sich eine öffentlich ausgetragene "Küchendebatte" zwischen den beiden Spitzenpolitikern, die in Wort und Bild festgehalten worden war.
Der "Kalte Krieg" fand erst 1989/1990 sein Ende, als der Kommunismus in Europa unterging und sich die Sowjetunion als Staatenbund in Auflösung befand.

Didaktische Aufbereitung

Zu einem grundsätzlichen Überblick über die Geschichte des Kalten Krieges mit der Problematisierung des Begriffes und der Verlaufsgeschichte enthält das Heft mehrere Aufsätze, die als Vorschläge für eine Unterrichtsreihe dienen können. So wird zunächst unter dem Titel "Wettlauf ins All" ein Rollenspiel vorgeschlagen, das den Wettlauf der Supermächte in der Raumfahrt vermitteln soll. Die Schüler sollen dabei in die Rollen fiktiver und historischer Personen schlüpfen und eigene Meinungen gestützt auf historische Quellen präsentieren. In dem Heft werden zur Vorbereitung entsprechende Rollenkarten präsentiert und der Verlauf der Unterrichtssequenz erläutert.
Zur "Kuba-Krise" wird eine weitere eigene Unterrichtseinheit vorgeschlagen. Dafür wurde ein einführender Text zum Hintergrund der Kuba-Krise erstellt. Für den Unterricht werden eine Reihe von Bild- und Textquellen mit Arbeitsaufträgen versehen.
Eine weitere Unterrichtseinheit widmet sich der Problematik der "Feindbilder des Kalten Krieges". Hier werden die propagandistischen Darstellungsformen in Ost und West während des Kalten Krieges unter die Lupe genommen, also mit welchen rhetorischen und grafischen Mitteln sich Antikommunismus und Antiamerikanismus begegneten: besonders auf Plakaten und in politischen Reden. Zu den ausgewählten Text- und Bildquellen werden Arbeitsaufträge vorgeschlagen. Der "Küchendebatte" zwischen US-Vizepräsident Nixon und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Chruschtschow 1959 wird eine weitere eigene Unterrichtseinheit mit Text- und Bildquellen und dazugehörigen Arbeitsaufträgen vorgestellt. Hierzu werden zudem Hinweise für einen weiterführenden und bilingualen Unterricht zu diesem Thema gegeben.
Welche Rolle die Presse im Kalten Krieg spielt, wird in einer Unterrichtseinheit mit dem Titel "Kalter Krieg in den Schlagzeilen" dargestellt. Hier werden als Quellen verschiedene Zeitungsartikel gegenübergestellt und dazu Arbeitsaufträge formuliert.
Die letzte Unterrichtseinheit widmet sich der Frage "Wer war schuld am Ausbruch des Kalten Krieges?" und stellt dazu Bild- und Textquellen mit Arbeitsaufträgen vor.
Schließlich wird in dem Heft ein Klausurvorschlag unterbreitet. Im Mittelpunkt soll der 1946 entlassene US-Handelsminister Henry A. Wallace stehen. Er hatte im Kabinett unter US-Präsident Truman abweichende Auffassungen zur Außenpolitik vertreten und sah die US-Politik hier friedensgefährdend. Wallace setzte auf Kooperation mit der Sowjetunion. Dafür wurden entsprechende Textquellen gesammelt und mit Vorschlägen für Arbeitsaufträgen für eine Klausur verbunden.

Herausgeber/Institution

Friedrich Verlag

Bibliographische Angabe, Technische Hinweise

Geschichte lernen H. 93/2003: Kalter Krieg

Bezugsmöglichkeit, Preis

Buchhandel, € 9,80

Verwendbar für Klassenstufe:

5-10, 11-13

Verwendbar im Unterrichtsfach/in den Unterrichtsfächern:

Geschichte

Material behandelt folgende(s) Jahrzehnt(e):

1950er, 1960er, 1970er, 1980er