Vanessa Ganz

Kurzbiographie

Vanessa Alexandra Ganz, geb. 1979 in Köln, studierte von 2000 bis 2006 Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und der Università degli studi di Bologna. Im Jahr 2005 war sie Stipendiatin der 13. Internationalen Schillertage. In ihrer Magisterarbeit „Durch den Eisernen Vorhang“ beschäftigte sie sich in vergleichender Perspektive mit Inszenierung und Rezeption von Klassikern in der DDR und der Bundesrepublik.

E-Mail an vanessaganz@gmx.de

Kurzbeschreibung der Dissertation

„Erinnerungsraum Theater. Schiller-Inszenierungen von 1985 bis 1995 als (De-)Konstruktionen nationaler Identität und politischer Herrschaft“

Seit dem sich im 18. Jahrhundert etablierenden Konzept eines Nationaltheaters ist das deutsche Theater von dem Anspruch begleitet worden, am politischen Diskurs teilzuhaben. Wenn also die zwei Gesellschaftssysteme DDR und BRD mit den Ereignissen von 1989 und der ihnen folgenden Wiedervereinigung eine tief greifende Veränderung erfahren haben, stellt sich die Frage, wie Theater in diesem Prozess zu verorten ist. Ausgehend von der Tatsache, dass Theater als kulturelle Praxis in gesellschaftlichen Umbruchsituationen Identitätsmodelle widerspiegelt, vorwegnimmt und (de-)konstruiert, wird das Wechselverhältnis zwischen Theater und der öffentlichen Debatte um die innere Einheit Deutschlands anhand exemplarischer Schiller-Inszenierungen untersucht.