Veranstaltungen 2017

Wem gehört der Osten? Bauern, Rote Barone und Agrarkonzerne auf dem Land

Podiumsdiskussion

Termin

10.10.2017 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Deutsche Gesellschaft e. V.
Bundesstiftung Aufarbeitung

Kurzbeschreibung

Die Strukturen der DDR-Agrarwirtschaft prägen bis heute die ländlichen Räume in Ostdeutschland. Betriebe sind dort durchschnittlich fünfmal größer als im Westen und stärker agrarindustriell geprägt, Familienbetriebe und bäuerliche Landwirtschaft hingegen sind kaum vorhanden. In der SED-Diktatur wurde die Landwirtschaft nach sowjetischem Modell und ideologischen Vorgaben umgestaltet. Bodenreform, Enteignungen und Zwangskollektivierung hatten die flächendeckende Proletarisierung der Bauern und die Einrichtung Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) zum Ziel. Im Zuge der deutschen Vereinigung profitierten oft alte DDR-Agrarkader von der Privatisierung der agrarindustriellen Betriebe und Flächen. Die übernommenen Strukturen sind heute attraktiv für große Konzerne und Kapitalanleger.

Die fünfte Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« im Jahr 2017 fragt nach den Spuren der DDR in der ostdeutschen Landwirtschaft. Es wird unter anderem untersucht, wie sich personelle und strukturelle Kontinuitäten auf die ländliche Wirtschaft und Gesellschaft auswirken, wie die aktuelle politische Debatte darüber verläuft und welche Zukunft der ländliche Raum im Osten zu erwarten hat.

Begrüßung: Dr. Robert Grünbaum (Stv. Geschäftsführer der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Kurzstatements: Wolfgang Vogel | Georg Janßen

Podium: Georg Janßen (Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V.), Dr. Jens Schöne (Stv. Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Wolfgang Vogel (Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V.), Catherine Wildgans (Rechtsanwältin)

Moderation: Catarina Zanner (Antenne Brandenburg)

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
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