Veranstaltungen 2017

Deutsche Einheit(lichkeit) – Lebensverhältnisse und Mentalitäten in Ost und West

Podiumsdiskussion

Termin

07.11.2017 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Deutsche Gesellschaft e. V.
Bundesstiftung Aufarbeitung

Kurzbeschreibung

Seit 1990 ist der Prozess des Zusammenwachsens zwischen Ost und West weit vorangeschritten. Die Bundesländer auf dem ehemaligen Gebiet der DDR konnten wirtschaftlich stark aufholen, auch die Lebensverhältnisse haben sich weitgehend angeglichen. Die Infrastruktur wurde modernisiert, die verheerende Umweltverschmutzung beseitigt; die Innenstädte wurden wieder lebenswert gestaltet und die allgemeine Wohnsituation hat sich stark verbessert. Dennoch bleiben Unterschiede bestehen. Einkommen, Erwerbsmöglichkeiten und weitere ökonomische Kennziffern werden sich, so prognostizieren es Wirtschaftsexperten langfristig nicht vollkommen angleichen. Aber auch im Hinblick auf die Mentalitäten und Einstellungen in der Bevölkerung bleiben nach wie vor messbare Differenzen zwischen Ost und West bestehen, die aus den unterschiedlichen Erfahrungswelten
von über 40 Jahren der Teilung resultieren.

Die letzte Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« möchte untersuchen, wo sich heute noch die innerdeutsche Grenze in unserer Gesellschaft zeigt. Es soll dabei ebenso grundsätzlichen wie aktuellen Fragen nachgegangen werden: Müssen in Ost- und Westdeutschland wirklich in jeder Hinsicht gleiche Lebensverhältnisse und identische Einstellungen herrschen? Kann eine solche Homogenität überhaupt erreicht werden und ist sie wünschenswert? Sind wirtschaftliche und alltagskulturelle Unterschiede, die sich beispielsweise auch im Nord-Süd-Vergleich oder bei der Gegenüberstellung von anderen Teilräumen zeigen, nicht eigentlich normal für das vereinte, föderale und vielfältige Deutschland?

Begrüßung:
Martin Gutzeit, Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Kurzstatements:
Markus Feldenkirchen | Marko Martin

Podium:
Markus Feldenkirchen, DER SPIEGEL

Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Hochschule Zittau/Görlitz

Bianca Luban, Bürgermeisterin von Märkisch Buchholz

Marko Martin, Schriftsteller und Publizist

Moderation:
Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Anmerkungen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.