Stalins Volk. Nationale Identität in Georgien (in englischer Sprache)

Öffentlicher Vortrag

Termin

06.06.2018 / 18:00 - 20:00 Uhr

Veranstalter

SOVLAB Tbilisi
Georgian National Book Center
Lehrstuhl Geschichte Osteuropas an der HU Berlin
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Eine Veranstaltung in der Reihe „Stalins langer Schatten: Zwei Vorträge über die Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Georgien“

Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragte diese Perspektive. Tatsächlich wurden die zentralen Linien der Politik in Georgien bis 1991 im Moskauer Zentrum geplant. So wie für alle anderen Sowjetrepubliken auch. Allerdings waren es lokale Eliten, die die Moskauer Politik in der Peripherie ausführten und dabei nach Stalins Tod wachsende Handlungsspielräume ausnutzten.

Der Historiker Davit Jischkariani ist Mitbegründer von SOVLAB, dem Soviet Past Research Laboratory in Tbilisi. Er studierte dort von 2004 bis 2008 Geschichte an der staatlichen Iv. Javakhischwili Universität Tbilisi. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte er ein Magisterstudium in Russlandkunde. 2013/2014 war Jischkariani Junior Research Fellow am Zentrum für Russland- und Osteuropakunde der Universität Warschau. Seine Forschungsfelder umfassen: Repressionen in der Sowjetunion, Stalinismus, sowjetische Nationalpolitik.

2018 ist Georgien Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Die ehemalige Sowjetrepublik liegt an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Von dort stammte der Diktator Josef Stalin, dessen Terrorregime in den 1930er Jahren auch sein Heimatland Georgien nicht verschonte. Zwei Vorträge am 30. Mai und 6. Juni erlauben Einblicke in den Vergangenheitsdiskurs der Kaukasusrepublik, in der Stalins Schatten bis in die Gegenwart reicht.

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

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