Aufarbeitung, Erinnerung und Menschenrechte in Russland

Podiumsdiskussion

Termin

10.12.2018 / 18:00 - 19:30 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Zivilgesellschaftliche Organisationen stehen in Russland seit einigen Jahren unter starkem politischem Druck – und mit ihnen die vielen Frauen und Männer, die unermüdlich weiter an der Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit arbeiten. Eine Geschichtspolitik der imperialen Größe dient der Regierung zunehmend zur Legitimierung ihrer Macht und zur Glorifizierung der Heimat. Welche Rolle kommt dabei gesellschaftlichen Initiativen zu, die sich kritisch mit kommunistischen Verbrechen auseinandersetzen, die Opfer der kommunistischen Diktatur ehren und in den Dissidentenbewegungen Vorbilder für Freiheit und Demokratie sehen? Wie sind die Aufarbeitung der Vergangenheit und die aktuelle Menschenrechtssituation in Russland miteinander verknüpft?

Nach einer Begrüßung durch den Stiftungsratsvorsitzenden, Außenminister a.D. Markus Meckel, diskutieren darüber:

- Prof. Dr. Nicolas Werth, französischer Historiker und Sowjetunion-Experte,
- Jewgenija Kulakowa, die sich unter anderem bei „Memorial“ jahrelang in der russischen Aufarbeitung engagiert hat,
- der polnische Fotograf Tomasz Kizny, der sich künstlerisch mit dem sowjetischen Gulag auseinandersetzt.

Die Moderation übernimmt Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org.

Die Veranstaltung findet in russischer Sprache statt und wird simultan ins Deutsche gedolmetscht.

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin