Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen. Politik und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus

Konferenz

Termin

04.12.2019 - 06.12.2019

Veranstalter

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Universität Augsburg
Deutsches Historisches Institut Warschau
in Kooperation mit dem Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung

Kurzbeschreibung

In Millionen Wohn- und Jugendzimmern, in Kasernen und Schulen, auf Schulhöfen, in Kneipen und in Privatgärten wurde während des Kalten Krieges gespielt: viele Brettspiele, Kartenspiele und auch wenige Computerspiele von kommerziellen oder staatlichen Verlagen, gekaufte, kopierte, abgewandelte und selbst entworfene, aber auch Bewegungs- und Geländespiele. Ziel der Tagung ist es, erstmals systematisch und vergleichend Politiken und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus zu diskutieren. Die Vorträge beleuchten, welche Bedeutung Spiele im Kontext der »Erziehungsdiktaturen« hatten, welche Spiele zugelassen und beliebt waren. Sie diskutieren Spielen zwischen Vergnügen und Widerständigkeit.

Die Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung wahrt das Andenken an den Mannheimer Historiker Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber (1928–2014) und soll Projekte zur Kommunismusgeschichte vernetzen und anstoßen. Die Konferenzbeiträge erscheinen im von Hermann Weber gegründeten Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, das seit 2004 von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fortgeführt wird. Die Konferenzserie wird durch eine Spende der Witwe an die Gerda-und-Hermann-Weber-Stiftung ermöglicht.

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brief description

In the state socialist countries, millions of people played games. They played in barracks and schools, in living rooms and children’s playrooms, in schoolyards, pubs, and private gardens. There were lots of board games, card games, and even a few computer games, produced by commercial and state-run companies; some were purchased, some copied, some modified or self-designed, and people played active games, too. The goal of the conference is to compare and analyze the politics and practices of play in state socialism. The lectures will shed light on the meaning of games in the »dictatorships of education« and discuss games as practices between pleasure and resistance.

The Hermann Weber Conference on Historical Communism Research preserves the memory of the Mannheim historian Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber (1928–2014) and is intended to network and initiate projects on the history of Communism. The conference contributions will be published in the Jahrbuchfür Historische Kommunismusforschung (Yearbook of Historical Communism Research) founded by Hermann Weber, which has been continued by the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany since 2004. The conference series is made possible by a donation from the widow to the Gerda and Hermann Weber Foundation.

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Ort der Veranstaltung

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Lentzeallee 94
14195 Berlin