Veranstaltungsnachlese 2005

Strafjustiz und Aufarbeitung - Die strafrechtliche Bewältigung der SED-Diktatur und ihr Beitrag zur Aufklärung der Vergangenheit

Podiumsdiskussion

Termin

17.06.2005 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Eine Veranstaltung aus Anlass des 52. Jahrestages des Aufstandes vom 17. Juni 1953

Im 15. Jahr der deutschen Einheit ist die strafrechtliche Auseinandersetzung mit dem in der DDR begangenen, staatlich gelenkten und begünstigten Unrecht weithin abgeschlossen. Die ersten Strafverfolgungsmaßnahmen erfolgten bereits unmittelbar nach der friedlichen Revolution Ende 1989 noch durch die damalige DDR-Justiz. Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erfolgte die Neuorganisation der Rechtspflege in den neuen Bundesländern und damit verbunden die Übernahme der Strafverfolgung durch die bundesrepublikanische Justiz. Nach dem Ende der letzten Prozesse stellt sich die Frage, inwieweit die strafrechtliche Aufarbeitung die an sie gestellten Erwartungen erfüllt hat. Auf einer Podiumsdiskussion zogen Juristen und Zeitzeugen auf Einladung der Stiftung Aufarbeitung eine Bilanz der strafrechtlichen Verfolgung von SED-Unrecht.

Begrüßung
* Rainer Eppelmann, MdB und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung
* Prof. Dr. Hansjörg Geiger, Staatssekretär Bundesministerium der Justiz

Podiumsgespräch
* Bärbel Bohley, Bürgerrechtlerin
* Christoph Schaefgen, Generalstaatsanwalt a.D.
* Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Universität Regensburg
* Horst Schüler, Vorstandsvorsitzender der UOKG
* Prof. Dr. Uwe Wesel, Rechtswissenschaftler und Publizist

Moderation
Thomas Rogalla, Berliner Zeitung

Ort der Veranstaltung

Bundesministerium der Justiz
Mohrenstraße 37
10117 Berlin

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