Veranstaltungsnachlese 2009

Entführt – Menschenraub im Auftrag der Stasi

Podiumsdiskussion

Termin

03.09.2009

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Deutschlandfunk

Kurzbeschreibung

Eine Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke

Im Auftrag des SED-Regimes hat die Stasi ca. 700 Menschen aus dem Westen in den Osten entführt. Spezialeinheiten des MfS haben Menschen gewaltsam und heimtückisch vor allem aus West-Berlin, aber auch aus Westdeutschland in die DDR verschleppt. Einer der spektakulärsten Fälle war die Entführung von Karl Wilhelm Fricke im Jahr 1955. Der Journalist war den SED-Herrschern wegen seiner kritischen Berichte über die DDR ein Dorn im Auge und sollte kalt gestellt werden. Nach seinem Kidnapping wurde er vom Obersten Gericht der DDR wegen „Boykott- und Kriegshetze“ zu vier Jahren Haft verurteilt, die er in Brandenburg und Bautzen verbüßen musste. Als leitender Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln klärte er später über viele Jahrzehnte beharrlich und mit großer Analysekraft die Öffentlichkeit über den diktatorischen Charakter des SED-Regimes auf.

Begrüßung
Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Vortrag
»Entführungen durch das Ministerium für Staatssicherheit«
Susanne Muhle

Laudatio
Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Horst Möller, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte

Gespräch
Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke im Gespräch mit Dr. Günter Müchler, Programmdirektor des Deutschlandfunks

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

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