Veranstaltungsnachlese 2010

»War die SED reformfähig? Chancen und Scheitern von Reformansätzen in der Staatspartei«

Öffentlicher Vortrag

Termin

15.12.2010 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung Aufarbeitung
Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Kurzbeschreibung

Im historischen Rückblick erscheint die SED mit ihren 2,3 Millionen Mitgliedern als monolithischer Block politisch Gleichgesinnter. Dennoch gab es immer wieder Versuche, die Staatspartei und ihr Gesellschaftssystem zu reformieren. Sie alle scheiterten am kompromisslosen Machtwillen der SED-Spitze. Die zaghaften Reformversuche wurden rasch abgebrochen, nachdem die politische Labilität der SED-Herrschaft offen zutage getreten war. Welche Ziele und Konzepte verfolgten die Reformer und warum waren sie zum Scheitern verurteilt? Mit der Antwort auf diese Fragen spannt sich der Bogen des Vortrages von Dr. Andreas Malycha, Institut für Zeitgeschichte, von der Gründung der Partei 1946 bis zu ihrem Untergang 1989. Im Zentrum steht letztlich die Frage, ob die SED als Grundpfeiler des diktatorischen Herrschaftssystems reformfähig war.

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Kronenstraße 5
10117 Berlin

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»Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall«

Dokumentation einer Vortragsreihe des Instituts für Zeitgeschichte, des Zentrums für Zeithistorische Forschung und der Bundesstiftung Aufarbeitung

Zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist die Geschichte der SED nach wie vor unzureichend erforscht. Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung koordinieren zwei Forschungsgruppen, die sich mit der Geschichte der DDR-Staatspartei in den Jahren zwischen 1961 und 1989 /90 befassen. Dieser Forschungsverbund, in den Nachwuchswissenschaftler an den Universitäten Jena, Leipzig und Chemnitz eingebunden sind, wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert. Im Rahmen der Vortragsreihe »Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall« werden in den Monaten Oktober 2010 bis März 2011 Mitarbeiter der beiden Projektverbünde sowie Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland ihre Perspektiven auf die SED-Geschichte zur Diskussion stellen.

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