Veranstaltungsnachlese 2011

»Nicolas Werth: Sowjetische Hungersnöte und die Frage des Genozids«

Öffentlicher Vortrag

Termin

04.05.2011

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Lehrstuhl Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität zu Berlin

Kurzbeschreibung

Nicolas Werth sprach über die Hungerkatastrophen in der Sowjetunion, denen zwischen 1931 und 1933 um die 6 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Diese Hungersnöte entstanden nicht aufgrund einer meteorologischen Katastrophe, sondern waren, nach der Formulierung von James Mace, "man-made famines". Dank einer nach Öffnung der Archive vollkommen neuen Quellenlage konnten die Historiker detailliert jene politischen Mechanismen rekonstruieren, die zu dieser Tragödie führten. Es ist genau diese Kontextualisierung, die es uns erlaubt, die jeweiligen Eigenschaften der Hungersnöte in Kasachstan, in der Ukraine, im Kuban- und im Wolgagebiet herauszuarbeiten. Welche waren die Besonderheiten dieser Hungersnöte? Wie unterscheidet sich die ukrainische Hungerkatastrophe von den anderen? Kann der Holodomor als Genozid bezeichnet werden? Dies sind einige der Probleme, die Nicolas Werth im Lichte der aktuellen Geschichtsschreibung in seinem Vortrag aufzuklären versuchte.

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Veranstaltungsmitschnitte anhören - in französischer Sprache

Vortrag 1 in französischer Sprache
Prof. Dr. Nicolas Werth

Vortrag 2

Vortrag 3

Vortrag 4

Bildergalerie zur Veranstaltung