Veranstaltungsnachlese 2013

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Selbstbestimmtes Leben von Frauen in der DDR der 1970er/1980er Jahre

Podiumsdiskussion

Termin

06.03.2013 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Als sich Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre in der DDR verschiedene oppositionelle Gruppen bildeten und sich u. a. mit Umwelt- und Friedensfragen oder Fragen der Militarisierung der Gesellschaft beschäftigten, engagierten sich in diesen Gruppierungen auch viele Frauen. Daneben konstituierten sich jedoch auch spezifische Frauengruppen, wie etwa »Frauen für den Frieden«, in denen sich Frauen aus frauenspezifischer Perspektive verschiedenen Themen zuwandten und ihre Vorstellungen artikulierten. Wie lebten Frauen in der DDR jener Zeit, wie sah ihr Alltag aus, was bewegte und motivierte sie, in Opposition zur SED-Diktatur zu gehen? Warum engagierten sie sich in Frauengruppen, wie begegneten sie der Angst vor Repression und Inhaftierung, wie der Angst, bei einer Verhaftung ihre Kinder möglicherweise in Gefahr zu bringen? Und wie standen sie zum Leitbild der politischen Partizipation der Frau in der DDR, wonach ihre Erwerbstätigkeit gleichbedeutend mit ihrer Gleichberechtigung sei? Diesen und weiteren Fragen möchte die Veranstaltung nachgehen, die anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« stattfindet.

Begrüßung und Einführung
Dr. Anna Kaminsky, Bundesstiftung Aufarbeitung

Podiumsgespräch
* Heidi Bohley, Zeitgeschichte(n) e.V.
* Katrin Hattenhauer, Künstlerin
* Tina Krone, Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
* Margitta Kupler, Praxisberatung KONKRET
* Barbara Sengewald, Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V.

Moderation
Robert Ide, Journalist und Autor

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

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