Veranstaltungsnachlese 2016

Stasi reloaded – Leben wir in einem neuen Überwachungsstaat?

Podiumsdiskussion

Termin

06.09.2016 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Deutsche Gesellschaft e. V.
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Die digitale Revolution verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Die allgemeine Computerisierung, das Internet und grenzenlose Kommunikation sind heute ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens. Neben den damit einhergehenden positiven Entwicklungen hat die massenhafte Sammlung, Speicherung und Übertragung digitaler Daten aber auch bisher unbekannte Möglichkeiten zur Überwachung geschaffen. Abhöraktivitäten der Geheimdienste NSA und BND oder der unkontrollierte Zugriff von Unternehmen wie Google, Facebook, Twitter und Co auf persönliche, hochsensible Nutzerdaten führen immer wieder zu Vergleichen mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR.

Die vierte Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« wollte die aktuelle Debatte in einen geschichtlichen Kontext setzen und danach fragen, wo die Unterschiede liegen zwischen der »Stasi« in der DDR und der aktuellen Arbeit von Geheimdiensten oder der massiven Datennutzung von gewinnorientierten Wirtschaftsunternehmen. Sind wir angesichts neuer technischer Möglichkeiten auf dem Weg in einen Überwachungsstaat? Haben uns die historischen Erfahrungen besonders sensibel für aktuelle (Fehl-)Entwicklungen gemacht?

Begrüßung: Dr. Andreas H. Apelt (Bevollmächtigter des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft e. V.)

Kurzstatements: Anke Domscheit-Berg | Dr. Jens Gieseke

Podium: Anke Domscheit-Berg (Publizistin und Unternehmerin), Dr. Jens Gieseke (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. em. Dr. Rupert Scholz (Rechtsanwalt, ehem. Berliner Senator für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten und Bundesminister der Verteidigung), Maja Smoltczyk (Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit)

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen (Journalistin)

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstr. 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung Aufarbeitung
Kronenstr. 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
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