Veranstaltungsnachlese 2016

Vergangenheit mit Zukunft? Die Aufarbeitung der SED-Diktatur – Bilanz und Perspektiven

Podiumsdiskussion

Termin

04.07.2016 / 11:00 - 15:00 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Die Vorschläge der Expertenkommission des Deutschen Bundestages zur Zukunft des BStU haben eine neue Diskussion über den Sinn und Nutzen der Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland ausgelöst. Diese Debatte bezieht sich auch auf die Aufarbeitungsinstitutionen und die Auswirkung ihrer Tätigkeit auf die deutsche Vereinigungsgesellschaft.

Die Veröffentlichung der Empfehlungen nahm die Bundesstiftung Aufarbeitung zum Anlass, darüber zu debattieren, welche Bilanz die Akteure unterschiedlicher Felder der Aufarbeitung – Opfergedenken, Erinnerungskultur und Gedenkstätten, Wissenschaft, schulische und außerschulische Bildung sowie gesellschaftliche Aufarbeitung - ziehen: Zeigt etwa die wissenschaftliche Forschung nach mehr als 25 Jahren Ermüdungserscheinungen? Vor welchen Herausforderungen stehen die Gedenkstätten, Bildungsinstitutionen und die gesellschaftliche Aufarbeitung? Wird angemessen der Opfer der SED-Diktatur gedacht? Wieviel Geschichtspolitik verträgt die Aufarbeitung? In welchem Verhältnis stehen politische Bildung und historische Aufarbeitung? Inwiefern ist es der historischen Aufarbeitung seit der deutschen Einheit gelungen, effektive demokratiepädagogische Beiträge zu leisten?

Im ersten Veranstaltungsteil „Notwendigkeit und Nutzen der Aufarbeitung“ (11:00-13:00 Uhr) diskutierten PROF. DR. WOLFGANG BENZ (Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin) | DR. JENS GIESEKE (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) | DR. JENS HÜTTMANN (Bundesstiftung Aufarbeitung) | ROLAND JAHN (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen) | STEPHAN HILSBERG | THOMAS KRÜGER (Bundeszentrale für politische Bildung) | ROLAND J. LANGE (UOKG) | DR. ULRICH MÄHLERT (Bundesstiftung Aufarbeitung) | DR. PETER WURSCHI (Stiftung Ettersberg). Moderation: HELGE EIKELMANN und MARCUS KIESEL.

Daran schloss sich um 13:30 Uhr das Podiumsgespräch „Politische Perspektiven der Aufarbeitung“ mit Kulturpolitikern aller Bundestagsfraktionen an: SIGRID HUPACH (Die Linke), HARTMUT KOSCHYK (CSU), WOLFGANG THIERSE (SPD), HARALD TERPE (Bündnis 90/Die Grünen) sowie RAINER EPPELMANN (Bundesstiftung Aufarbeitung). Moderation: DR. ULRICH MÄHLERT.

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Begrüßung und Diskussion "Kampf um Deutungshoheit? Opfergedenken, Erinnerungskultur und Gedenkstätten"

Diskussion "DDR-Geschichte in der Nische? Die wissenschaftliche Aufarbeitung seit 1990"

Diskussion "Hitler als SED-Vorsitzender. Schulische und außerschulische Bildung im Spannungsfeld von Geschichtsdidaktik und Geschichtspolitik"

Diskussion "Die gesellschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur seit 1990"

Diskussion "Politische Perspektiven der Aufarbeitung"