Veranstaltungsnachlese 2019

"Wüstenfest im Stadtteilrest" – Bürgerbeteiligung in der Quartiersgestaltung in und nach der DDR

Podiumsdiskussion

Termin

04.04.2019 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Verfallene Altbaubestände gehörten zum Städtebild des späten Sozialismus. Als immer mehr historische Quartiere in den 1980er-Jahren Neubauten weichen sollten, regte sich jedoch vielerorts Widerstand. Bürgerinnen und Bürger organisierten sich auch jenseits der heute als DDR-Opposition bekannten Gruppierungen, um gegen die Abrisspläne vorzugehen. Sie versuchten, Öffentlichkeit herzustellen, die Bevölkerung zu mobilisieren und selbst Vorschläge für die Quartiersgestaltung zu machen. Mit den Gästen soll diskutiert werden, warum und in welcher Form sich Menschen damals einbrachten, welche Aushandlungsprozesse mit dem Regime nötig und möglich waren und wie sich ihr Engagement über die Jahre hinweg veränderte. Können diese Entwicklungen als frühe „Demokratisierungstendenzen“ oder zivilgesellschaftliches Engagement beschrieben werden? Was bedeutet das für die Ereignisse von 1989 und die Entwicklungen danach? Welche Kontinuitäten, aber auch Brüche ergeben sich in einer langfristigen Perspektive?
(Foto: Jürgen Hohmuth)

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Tel.: 030-31 98 95-0
Fax.: 030-31 98 95-210
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Begrüßung:
Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung

Impulsvorträge:
Jürgen Hohmuth, ZEITORT Fotografie
Dr. Anja Schröter, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Diskussion:

  • Ulf Heitmann, ehem. IBIS – Informations- und Beratungsinstitut für bürgernahe Stadterneuerung
  • Gottreich Albrecht, ehem. Bürgerinitiative Schwerin Schelfstadt
  • Jürgen Hohmuth, ZEITORT Fotografie
  • Dr. Anja Schröter, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

  • Moderator: Dr. Bernd Florath, Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin