Weiterbildungen 2017

Sofern nicht anders gekennzeichnet, finden alle angebotenen Weiterbildungen in den Räumen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und verbindlich. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.

Sofern nicht anders angegeben, ist pro Weiterbildung ein Teilnehmerbeitrag in Höhe von 25,00 € im Vorfeld der Weiterbildung per Überweisung zu entrichten. Die genauen Angaben erhalten Sie mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung. Enthalten sind Seminargetränke, aber keine Verpflegung.

Weiterbildungsflyer 2017 [2,6 MB]

Anmeldungen bitte an das Sekretariat der Bundesstiftung Aufarbeitung

Datum/UhrzeitUhrzeit
1. März 2017 | 11.00–16.00 UhrGemeinnützigkeitsrecht kompakt

Gemeinnützige Organisationen sehen sich in ihrer Arbeit häufig haftungsrelevanten Rechts- und Steuerfragen gegenüber: Wie weit dürfen satzungsfremde Zwecke (z. B. Flüchtlingshilfe) gefördert werden? Welche Anforderungen werden insbesondere in Niedrigzinsphasen an die Vermögensverwaltung gestellt? Unter welchen Bedingungen ist für gemeinnützige Körperschaften die Beteiligung an Kapital und Personengesellschaften zulässig? Diese und weitere Fragenstellungen werden in dem kompakten Seminar behandelt. Referent: Rechtsanwalt Dr. Erwin Müller
22. März 2017 | 11.00–16.00 UhrPraxisseminar Zeitzeugeninterview

Neben einer theoretischen Einführung bietet der Workshop die Möglichkeit, Interviewpassagen praktisch zu führen und aufzuzeichnen. Anhand dieser Interviews soll insbesondere für die speziellen Erfordernisse im Umgang mit Zeitzeugen sensibilisiert werden. Eigene Beispiele gelungener oder misslungener Interviews können vorab eingesandt und gemeinsam besprochen werden (per Mail an pohlmeier@himmelundmehr.de oder auf DVD an die Bundesstiftung Aufarbeitung). Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt. Referentin: Alexandra Pohlmeier, Filmemacherin und Produzentin
5. April 2017 | 11.00–16.00 UhrPresse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Seminar gibt eine Einführung in die strategische Vorbereitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Wer sind die Zielgruppen, welche Mittel sind wie einzusetzen? Die Inhalte werden in verschiedenen Übungen umgesetzt. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die in Vereinen und Einrichtungen mit der Pressearbeit betraut sind. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen beschränkt. Referent: Dr. Christian Booß
26. April 2017 | 11.00–16.00 UhrMöglichkeiten und Grenzen der psychosozialen Beratung von Opfern und Verfolgten der SED-Diktatur

Hunderttausende Menschen waren in der SED-Diktatur staatlichen Repressionen ausgesetzt. Viele von ihnen leiden bis heute unter seelischen Belastungen und Folgeerkrankungen nach politischer Haft und Zersetzungsmaßnahmen. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen, die mit der Unterstützung und Betreuung von Opfern und Verfolgten der SED-Diktatur betraut sind. Anmeldeschluss ist der 12. April 2017. Referent: Dr. phil. Dipl.-Psych. Stefan Trobisch-Lütge
10. Mai 2017 | 11.00–16.00 UhrTechnische Erfordernisse beim Zeitzeugeninterview

Anhand vorhandener Video-Aufnahmetechnik soll der technische Umgang mit Kamera, Ton und Licht erprobt werden. Aufgrund der heute leicht bedienbaren Technik setzt der Workshop zudem einen Schwerpunkt auf die gestalterischen Möglichkeiten, die mit geringem technischem Aufwand umgesetzt werden können. Daneben sollen Techniken eingeübt werden, wie es gelingen kann, den Zeitzeugen die Scheu vor der Video-Aufnahme so weit wie möglich zu nehmen. Eigene Beispiele gelungener oder misslungener Interviews können vorab eingesandt und gemeinsam besprochen werden (per Mail an pohlmeier@himmelundmehr.de oder auf DVD an die Bundesstiftung Aufarbeitung). Die
Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt. Referentin: Alexandra Pohlmeier, Filmemacherin und Produzentin
29.–30. Mai 2017 | ganztägigArchivweiterbildung

Freie und unabhängige Archive stehen in Ost- und Westdeutschland vor ähnlichen Problemen: Die Finanzierung ist nicht selten problematisch, zugleich gilt es, angesichts der Bedeutung der archivischen Überlieferung professionelles Arbeiten zu gewährleisten. Die zweitägige Weiterbildung möchte den Erfahrungsaustausch anregen und widmet sich dem Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Dabei werden die Finanzierung, Bestandsakquise, Bestandserhaltung und -erschließung sowie die Betreuung der Nutzer/-innen thematisiert und anhand eigener Praxiserfahrungen diskutiert.

Ort: Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung | Gottschalkstraße 57 | 34127 Kassel
14. Juni 2017 | 11.00–16.00 UhrProjekte zum Erfolg führen

Wie strukturiere ich ein Projekt? Wie schätze ich Aufwand und Kosten ein? Wie verteile ich Aufgaben und Verantwortlichkeiten? Wie kann ich sinnvoll steuern? Wie gestaltet man die Teamarbeit und Kommunikation? Diese Fragen zielen auf wesentliche Aspekte erfolgreichen
Projektmanagements. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen wichtige Instrumente des Projektmanagements und deren Einsatz. Neben einer theoretischen Einführung werden die Instrumente in Kleingruppen anhand eigener praktischer Beispiele angewandt. Referentin: Ina Kaufmann, Mediatorin, Supervisorin, Kommunikationstrainerin
21. September 2017 | 14:00-19:00 UhrRechtsradikalismus in der späten DDR und heute – Erkenntnisse und Konsequenzen für den Unterricht

Die Lehrerfortbildung geht den Ursachen, dem Erscheinungsbild und den Folgen von Rechtsradikalismus in Deutschland vor und nach 1989 auf die Spur und möchte die Erkenntnisse für Schule und Unterricht nutzbar machen. Neben den Vorträgen von Zeitzeugen und weiteren Experten und anschließenden Diskussionen beschäftigen wir uns auch mit didaktischen Materialien und Angeboten zum Thema.

Gemeinsame Veranstaltung des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands e.V., Landesverband Berlin, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin

Weitere Informationen [330 KB]
12. Oktober 2017 | 10.00–16.30 UhrDrangsaliert, beobachtet und verfolgt – politisch motivierte Verfolgung in der SED-Diktatur und ihre psychischen Folgen

Alltägliche Repressionen in der SED-Diktatur, denen oftmals auch die Angehörigen ausgesetzt waren, belasten viele der Betroffenen bis heute. Die Folge sind häufig langfristige psychische Schäden und Beschwerden. Die Weiterbildung will deren Ursachen deutlich machen, aber auch die historischen Hintergründe beleuchten.

Dr. Stefan Trobisch-Lütge von der „Gegenwind – Beratungsstelle für politisch Traumatisierte der SED- Diktatur“ wird in seinem Vortrag auf Traumafolgeschäden infolge von Zersetzungsmaßnahmen eingehen. Anschließend fahren die Teilnehmenden gemeinsam von der Bundesstiftung Aufarbeitung in die Stasi-Unterlagen-Behörde. Nach einer Einführung zum Ministerium für Staatssicherheit durch Dr. Axel Janowitz, Sachgebietsleiter und Referent beim BStU, besuchen sie das Stasi-Unterlagen-Archiv. Martin Griese, Referatsleiter, und Elke Beyer, Sachbearbeiterin in der Auskunftsabteilung des BStU, informieren über die Verwendung der Stasi-Unterlagen für Rehabilitierungszwecke und Wiedergutmachungsverfahren. Dabei gehen sie auf die Besonderheit der Nutzung von Geheimpolizeiakten für rechtsstaatliche Verfahren ein.

Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gutachterverfahren, Rehabilitierungsbehörden und Versorgungsämtern. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR durchgeführt.
Anmeldeschluss ist der 18. September 2017.

Orte: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin und Projektwerkstatt des Stasi-Unterlagen-Archivs, Haus 1, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Programm und weitere Informationen [50 KB]