Weiterbildungen 2019

Die Weiterbildungen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur richten sich an Mitarbeiter/-innen von Aufarbeitungseinrichtungen und die Mittler der politischen Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen sind darauf zugeschnitten, die eigene Arbeit durch neue Impulse zu unterstützen und vertiefendes Fachwissen zu vermitteln.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir bitten daher um rechtzeitige verbindliche Anmeldung. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 25 Euro, Tagungsgetränke sind inbegriffen. Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag vorab, Sie erhalten alle notwendigen Angaben nach Anmeldung an buero(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de

Alle Weiterbildungen finden, sofern nicht anders angegeben, in den Räumen der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin statt.

Datum/UhrzeitWeiterbildungsinhalt
04. September
15-18 Uhr
30 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit

Wie gelingt die Vermittlung von DDR-Geschichte mit Aktualitätsbezug im Unterricht?

Das Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution von 1989/90 in Deutschland und der Umbrüche in Ostmitteleuropa bietet die Chance, die Auseinandersetzung mit diesen historischen Prozessen 2019 im Unterricht zu verankern.

Die Lehrerfortbildung zeigt adäquate und zeitgemäße Wege der Vermittlung von DDR-Geschichte und insbesondere von Friedlicher Revolution und deutscher Einheit im Unterricht auf. Im Zentrum steht dabei die Schülerorientierung und die Frage danach, mit welchen Aktualitätsbezügen und biografischen Zugriffen, die Jugendlichen für das Thema interessiert werden können. Insbesondere der Blick auf die Umweltgruppen in der DDR und deren Rolle in der Oppositionsbewegung, bietet Anknüpfungspunkte zum heutigen Engagement für Klimaschutz und den "Fridays for future" Demonstrationen.

Zunächst werden die Arbeit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie deren breite schulische Bildungsangebote vorgestellt. Nach einem inhaltlichen Input zum Thema steht die Ausstellung "Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit" im Mittelpunkt, die Schlaglichter auf die Jahre 1989/90 wirft. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit.

Es wird weiterhin die konkrete Arbeit mit den Plakaten der Ausstellung und den eigens konzipierten didaktischen Materialien erprobt und reflektiert, so dass eine Anwendung im Rahmen des Geschichts-, Politik- oder Ethikunterrichts, von Projekttagen oder Vertretungsstunden problemlos möglich ist.

Ziele:

  • Inhalte der Friedlichen Revolution und des Wegs zur deutschen Einheit vertiefen sowie zu deren kritischer Reflektion in der Schule anregen
  • Aspekte zur Unterscheidung von Demokratie und Diktatur reflektieren
  • Inhalte, Methoden und Materialien zur thematischen Umsetzung aufzeigen

Die Ausstellung "Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit" wird vorgestellt sowie deren Einsatz inklusive der neuen didaktischen Materialien im Unterricht erprobt.

Zielgruppe: Sek. I Oberschule, Sek. I Gymnasium, Sek. II gymnasiale Oberstufe, Sek. II Berufsbildende Schulen

Anmeldeschluss: 28.08.2019

Veranstaltungsort: Landesinstitut für Schule Bremen

Leitung: Katharina Hochmuth

Anmeldung und weitere Informationen

11. September
10 bis 17 Uhr
Erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2

Welche Zielgruppen sollen mit welchen Kommunikationszielen angesprochen werden? Welche Strategien und Instrumente führen zum Erfolg, welche Kosten entstehen? Der zweite Seminarteil zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit baut auf den ersten Termin am 10. April auf, beide Seminarteile können aber auch einzeln besucht werden.

Referent: Mathias Claus, Diplom-Kommunikationswirt und Journalist, arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Kommunikator, Krisenmanager und Berater – in internationalen Konzernen wie der Schering AG und Bayer Pharma sowie seit 2015 im eigenen Unternehmen.
27. November
10 bis 16 Uhr
Praxisseminar „Zeitzeugen-Interviews: Fragen Üben“

Über den Erfolg eines Interviews entscheidet nicht zuletzt, welche Fragen in welcher Form gestellt werden. Dies bedarf nicht nur inhaltlicher Kenntnisse, sondern auch methodischer Vorgehensweisen, die es zu beachten gilt. Nach einer kurzen thematischen Einführung zum Thema „Fragenkatalog für Zeitzeugen-Interviews“ steht im Zentrum des eintägigen Seminars die Möglichkeit, in verschiedenen praktischen Übungen Fragen so zu erarbeiten und zu stellen, dass sie dem Gegenüber einen möglichst weiten Raum der Erinnerung öffnen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, individuelle Fragen oder eigene Beispiele zu erörtern.

Referentin: Die Filmemacherin Alexandra Pohlmeier arbeitet seit 1986 selbstständig als Autorin, Regisseurin und Produzentin für ihre eigenen Filme, aber auch im Auftrag für Gedenkstätten und andere Einrichtungen. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist das lebensgeschichtliche Interview.