Weiterbildungen 2019

Die Weiterbildungen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur richten sich an Mitarbeiter/-innen von Aufarbeitungseinrichtungen und die Mittler der politischen Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen sind darauf zugeschnitten, die eigene Arbeit durch neue Impulse zu unterstützen und vertiefendes Fachwissen zu vermitteln.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir bitten daher um rechtzeitige verbindliche Anmeldung. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 25 Euro, Tagungsgetränke sind inbegriffen. Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag vorab, Sie erhalten alle notwendigen Angaben nach Anmeldung an buero(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de

Alle Weiterbildungen finden, sofern nicht anders angegeben, in den Räumen der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin statt.

Datum/UhrzeitWeiterbildungsinhalt
09. Mai
15.30 – 18 Uhr
Lehrerfortbildung zur Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ Inklusive Ausstellungsbesichtigung und Einführung in das didaktische Begleitmaterial

Gefühle beeinflussen unser Leben und Handeln im privaten ebenso wie im öffentlichen Raum. Sie bestimmen, ob wir uns wohl fühlen oder unglücklich sind. Davon sind auch Schülerinnen und Schüler betroffen: Insbesondere im Bereich von Sozialen Medien, aber auch der Politik werden sie mit Neid, Hass, Liebe, Hoffnung, Neugier oder Stolz konfrontiert.

Wie können diese Gefühle kritisch reflektiert und historisch eingeordnet werden? Kann ein emotionsgeschichtlicher Zugang helfen, Zeitgeschichte – insbesondere die doppelte deutsche Diktaturgeschichte – im Unterricht zu vermitteln? Wie verändern sich Gefühle im Lauf der Zeit, und welche aktuellen Anknüpfungspunkte gibt es für Schüler?
Diese Fragen werden in der Lehrerfortbildung von einer Pädagogin und Historikern gemeinsam mit den Teilnehmern aufgegriffen und auf theoretischer und praktischer Ebene behandelt. Anhand der Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wird die konkrete Arbeit mit den Plakaten und den eigens konzipierten didaktischen Materialien erprobt und reflektiert, so dass eine Anwendung im Rahmen des Geschichts-, Politik- oder Ethikunterrichts, von Projekttagen oder Vertretungsstunden problemlos möglich ist.

Die Ausstellung wirft einen emotionsgeschichtlichen Blick auf die vergangenen 100 Jahre. Die gemeinsam von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegebene Schau wurde von den Historikerinnen Ute und Bettina Frevert erarbeitet. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Emotionen zum Ausgangspunkt, um Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten zu verdeutlichen, die die vergangenen 100 Jahre prägten und deren Intensität heute Politik und Gesellschaft herausfordert.

Es wurden bisher über 2.000 Exemplare der Ausstellung bundesweit bestellt, wovon der Großteil von Schulen eingesetzt wird. Die Ausstellung ist über die Projektwebsite https://machtdergefuehle.de/ bestellbar.

Programmablauf:

15:30 Uhr
Begrüßung & Einführung in die Bildungsarbeit und -angebote der Bundesstiftung Aufarbeitung
Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildung (Bundesstiftung Aufarbeitung)

15:45 Uhr
Idee, Entstehung und Ziele der Ausstellung „Macht der Gefühle“ – Ein Rundgang durch die Ausstellung sowie ein Impuls zum Forschungsansatz Emotionsgeschichte
Moritz Reininghaus, Ausstellungskoordinator (Bundesstiftung Aufarbeitung)

16:30 Uhr
Die Ausstellung „Macht der Gefühle“ im Unterricht. Eine Einführung in die didaktischen Materialien inklusive Reflexions- und Anwendungsphase
Dr. Julia Roos, musealis (Weimar), Historikerin und Pädagogin

17:45 Uhr
Feedback und Abschlussdiskussion
Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildung

Anmeldung

Um eine Anmeldung bis zum 8. Mai wird gebeten an:k.hochmuth(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de

Die Veranstaltung wird als Fortbildung für die Bundesländer Berlin und Brandenburg akkreditiert.

Veranstalter und Veranstaltungsort

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
11./12. Juni
ganztägig|Hamburg
Archiv-Weiterbildung: Rechtsfragen und Digitalisierung
Gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS)


Beim Besuch des Archivs des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) stehen neben den Arbeitsschwerpunkten des Instituts vor allem rechtliche und technische Fragen im Mittelpunkt. Letztere werden in dem Workshop anhand der Erfahrungen bei der Digitalisierung eines Plakatbestandes diskutiert. Der Teilnehmerbeitrag entfällt, Reise- und Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer/-innen.

Referenten: Der Politologe Reinhart Schwarz ist langjähriger Leiter des HIS-Archivs. Dr. Matthias Buchholz leitet das Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
11. September
10 bis 17 Uhr
Erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2

Welche Zielgruppen sollen mit welchen Kommunikationszielen angesprochen werden? Welche Strategien und Instrumente führen zum Erfolg, welche Kosten entstehen? Der zweite Seminarteil zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit baut auf den ersten Termin am 10. April auf, beide Seminarteile können aber auch einzeln besucht werden.

Referent: Mathias Claus, Diplom-Kommunikationswirt und Journalist, arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Kommunikator, Krisenmanager und Berater – in internationalen Konzernen wie der Schering AG und Bayer Pharma sowie seit 2015 im eigenen Unternehmen.
27. November
10 bis 16 Uhr
Praxisseminar „Zeitzeugen-Interviews: Fragen Üben“

Über den Erfolg eines Interviews entscheidet nicht zuletzt, welche Fragen in welcher Form gestellt werden. Dies bedarf nicht nur inhaltlicher Kenntnisse, sondern auch methodischer Vorgehensweisen, die es zu beachten gilt. Nach einer kurzen thematischen Einführung zum Thema „Fragenkatalog für Zeitzeugen-Interviews“ steht im Zentrum des eintägigen Seminars die Möglichkeit, in verschiedenen praktischen Übungen Fragen so zu erarbeiten und zu stellen, dass sie dem Gegenüber einen möglichst weiten Raum der Erinnerung öffnen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, individuelle Fragen oder eigene Beispiele zu erörtern.

Referentin: Die Filmemacherin Alexandra Pohlmeier arbeitet seit 1986 selbstständig als Autorin, Regisseurin und Produzentin für ihre eigenen Filme, aber auch im Auftrag für Gedenkstätten und andere Einrichtungen. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist das lebensgeschichtliche Interview.