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Ruschin, Günter

* 16.6.1904, † 10.8.1963
Schauspieler, Dramaturg, Gründer des Kabaretts »Frischer Wind«

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Pasewalk (Vorpommern); 1911 – 20 Volksschule, Gymn. in Pasewalk; 1923 – 25 Schauspielunterricht in Berlin; 1925 – 31 Schauspieler an der Volksbühne u. anderen Bühnen Berlins; 1930 KPD; 1931 – 33 Mitgl. in der polit. Theater-Gruppe von  Gustav v. Wangenheims »Truppe 1931« (gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin  Steffie Spira, Heirat 1931); März 1933 in Berlin verhaftet, bis Apr. 1933 Haft in Berlin-Moabit, danach Flucht in die Schweiz; Juli 1933 nach Frankreich; 22.6.1938 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft; Aug. 1939 Verhaftung in Paris, bis 1941 Lager Le Vernet u. Les Milles; Dez. 1941 nach Mexiko; dort Darsteller in zahlr. Aufführungen im Rahmen der Kulturarbeit der BFD, spielte u. a. Nazi-Rollen in mexikan. Filmen.
Mai / Juni 1947 Rückkehr nach Dtl.; SED; 1948 – 50 Gründer u. Dir. des Kabaretts »Frischer Wind« in Berlin; 1950 – 59 Dramaturg bei  Fritz Wisten am Theater am Schiffbauerdamm u. an der Volksbühne; 1960 – 63 Mitarb. des Min. für Kultur, außerdem Schauspieler u. Regisseur am Dt. Theater Berlin; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Spira-Ruschin, St.: Trab der Schaukelpferde. Berlin 1984.
BRB

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