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Schmidt, Eberhard

* 23.3.1907, † 22.1.1996
Komponist

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Slawentzitz (Oberschles. / Sławięcice, Polen); Vater Pfarrer, Mutter Sängerin; 1917 – 26 Gymnasium in Brieg u. Cosel, 1926 Abitur; 1927 – 29 Jurastudium an der Univ. Berlin, abgebrochen; Unterricht in Cellospiel u. Musiktheorie am Sternschen Konservatorium Berlin; 1930/31 Klavierspiel u. Kompositionen für eine Agit.-Prop.-Gruppe; 1932 KPD; 1933 nach illeg. pol. Arbeit Emigr. ins Saarl.; 1935 Flucht nach Paris; 1936 – 39 Interbrigadist im span. Bürgerkrieg; 1938 KP Spaniens; 1939 – 41 in Frankreich interniert (St. Cyprien, Gurs, Le Vernet); 1941 nach Dtl. ausgeliefert; 1941 – 45 KZ Sachsenhausen.
1945 Musikref. beim Volksbildungsamt Berlin-Pankow, Chorltr., Arbeit in Kabaretts; 1946 KPD/SED; 1948 Mitgl. der Autorengr. »Unser Lied – unser Leben« beim Berliner Rundfunk; Kulturref. beim ZR der FDJ; Mitbegr. u. Dir. der Nat. Kulturgr. der FDJ; 1951 Gründungs- u. Vorstandsmitgl. des VDK; freischaff. Komponist; 1953 NP; 1964 – 68 Dir. des Konservatoriums Schwerin; 1968 Rückkehr nach Berlin; 1977/78 zwei Reisen in die Ukraine zur Erdgastrasse; verh. mit der DEFA-Regisseurin u. Theaterintendantin Eva Fritzsche; gest. in Berlin.
Kompositionen: etwa 250 – 300 Lieder, darunter Massenlieder (»Thälmannlied«, »Ich trage eine Fahne«), Chöre, Kantaten, Bühnenwerke (Operette »Der Bolero«, Berlin 1952), Filmmusiken, Fernsehkomödien für Kinder, Instrumentalkompositionen für kleine Besetzungen, Orchestermusik.

Publ.: Ein Lied – ein Atemzug. Erinnerungen u. Dokumente. Berlin 1987 (Hrsg. M. Machlitt).
Sek.-Lit.: Vor der Kraft des Liedes. Entscheidungen im Leben des Komponisten E. S. (Fernsehportrait). DFF 1984.
BRB

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