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Reimann, Else

* 6.9.1893, † 6.9.1975

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 6. September 1893 in Barleben/Krs. Wolmirstedt als Else Drähne, Tochter eines Malermeisters. Von 1908 bis 1913 Dienstmädchen in Magdeburg, danach Arbeiterin. 1914 trat sie der SPD bei, war später Putz- und Waschfrau. 1917 Hauptkassiererin der USPD in Magdeburg. Gemeinsam mit den Delegierten Albert Wildt und Ernst Kindl nahm sie als Gast am Gründungsparteitag der KPD 1918 in Berlin teil. Sie war 1919 Mitglied der KPD und nahm 1920 am Frauenkongreß in Mannheim teil. Nach dem II. Parteitag 1919 in Heidelberg verließ sie unter dem Einfluß Karl Plättners die KPD und blieb bis 1923 Mitglied der KAPD, danach unorganisiert. 1945 wurde sie Mitglied der KPD, 1946 der SED, ab 1950 Stadtbezirksvorsitzende der Wohnparteiorganisation in Werder/Magdeburg. Else Reimann starb am 6. September 1975. Ihr Mann, Karl Reimann (* 25. 5. 1900 – † 13. 2. 1950), gehörte Anfang der zwanziger Jahre der Plättner-Gruppe an. Er wurde im Dezember 1921 verhaftet und am 30. November 1923 vom Staatsgerichtshof zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, aber im März 1926 begnadigt und aus dem Zentralgefängnis in Cottbus entlassen.

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