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Goldbach, Joachim

* 8.12.1929, † 29.9.2008
Stellv. Minister für Nationale Verteidigung

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Cossebaude (b. Dresden); Vater kfm. Angest.; OS; Volkssturm.
1945 – 49 Ausbildung zum Zimmermann, dann im Beruf tätig; Mitgl. eines antifa. Jugendaussch.; 1946 FDJ; zeitw. Wirtschaftsltr. in einem Pionierlager; 1949/50 VP-Anwärter, kasernierte Polizeibereitschaft Großenhain; 1950 SED; 1950/51 Panzeroffz.-Schule der HV für Ausbildung, Unterkommissar; 1952 Zugführer u. Fachlehrer an dieser Schule der KVP;
1952 – 56 sowj. Militärakad., Major; 1956 – 64 1. Stellv. des Kdr., dann Stabschef bzw. Kdr. der Panzerdiv. in Dresden (Nachf. von Franz Rös), Oberst; 1964 – 66 sowj. Gen.-Stabsakad., Dipl. rer. mil.; 1966 – 69 Kdr. der mot. Schützendiv. in Erfurt (Nachf. von Heinz Hollstein), 1966 Gen.-Major; 1969 – 72 Stellv. des Chefs des Militärbez. Leipzig (Nachf. von Hermann Vogt), 1972 – 79 Chef des Militärbez. Neubrandenb. (Nachf. von  Kurt Lange), 1974 Gen.-Ltn.; ab 1979 Stellv. des Min. u. zunächst Chef der Rückw. Dienste (Nachf. von  Helmut Poppe), ab 1986 Chef Technik u. Bewaffnung (Nachf. von  Werner Fleißner), 1986 Gen.-Oberst; 18.4. – 30.9.1990 Ltr. der HA techn. Ausrüstung im Min. für Abrüstung u. Verteidigung; dann Vorruhestand; 18.8.1995 – 30.5.1997 Prozeß vor der 35. Großen Strafkammer des LG Berlin im Rahmen des »Mauerschützenproz.« zu 39 Mon. Haft wg. Beihilfe zum Totschlag sowie zweifacher Beihilfe zum versuchten Totschlag verurteilt; Haft in der JVA Hakenfeld (b. Berlin); am 18.3. 2001 nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt; gest. in Strausberg.

Sek.-Lit.: Froh, K., Wenzke, R.: Die Generale u. Admirale der NVA. Berlin 2000.
HME

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