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Goldmann, Friedrich

* 27.4.1941, † 24.7.2009
Komponist, Musikwissenschaftler, Dirigent

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz; 1951 – 59 Mitgl. des Dresdener Kreuzchors; 1959 Abitur; Teiln. am Darmstädter Spezialkurs für Komposition bei Karlheinz Stockhausen; 1959 – 62 Kompositionsstudium an der HS für Musik Dresden, vorzeitiges St.-Ex.; 1962 – 64 Mstr.-Schüler an der DAK bei  Rudolf Wagner-Régeny; 1964 – 68 Studium der Musikwiss. an der HU Berlin; seit 1968 freischaff.; 1973 Hanns-Eisler-Preis; 1977 Kunstpreis der DDR; 1978 AdK, 1980 – 91 dort Ausbildung von Mstr.-Schülern; 1986 NP; ab 1988 ständ. Dirigent des »Boris-Blacher-Ensembles«.
1990 – 97 Präs. der Dt. Ges. für Neue Musik; Präs. der dt. Sekt. der Internat. Ges. für Neue Musik; 1991 Prof. für Komposition an der HS der Künste Berlin; 2006 em.; gest. in Berlin.
Umfgr. Werk, u. a. Bühnenmusiken, die Oper »Hot« (1974); Vokalmusik: »Sing Lessing« (1978); Instrumentalmusiken: 1. Sinfonie (1972/73), »Zusammenstellungen« (1976), 2. Sinfonie (1976), Violinkonzert (1977), Oboenkonzert (1978), Klavierkonzert (1979), »In memoriam  Paul Dessau« (1980), »Inclina-
tio tempororum« (1981), »Ensemble-Konzert« (1982), »Exkursion – musica per orchestra
con Henrico Sagittario« (1984), 3. Sinfonie (1986), 4. Sinfonie (1989), »Ensemble-Konzert« (1990); zahlr. Aufführungen seiner Werke im Ausland.

Sek.-Lit.: Komponieren zur Zeit. Gespräche mit Komponisten der DDR. Leipzig 1988; Hesse, C. R.: Musikalischer Raum u. Utopie in Instrumentalwerken F. G.s aus den späten achtziger Jahren. (Bibliogr.) Magisterarb. Univ. Hamburg 1995.
ChN

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