Biographische Datenbanken

Gollasch, Günter

* 8.3.1923, † 10.3.2011
Musiker, Dirigent

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Burg (Spreewald); Vater Landwirt u. Gemüsehändler; ab 1938 Ausbildung an der Orchesterschule »Friedrich Schreiber« Cottbus (Violine u. Klarinette); erste prakt. Erfahrungen im Orchester des Stadttheaters Cottbus (»Die Stadtpfeifer«); 1941 RAD; ab 1942 – 45 Soldat, amerikan. Kriegsgef.
1947 / 48 Tanz- u. Unterhaltungsorchester Heinz Butz Erfurt, erste Rundfunkarbeit beim Sender Weimar; ab 1948 Studium am Konservatorium Scharwenka (Klarinette); Engagements bei versch. Tanzkapellen u. beim Orchester der Kom. Oper in Berlin; ab 1951 Tenorsaxophonist beim Großen Tanz- u. Unterhaltungsorchester des Berliner Rundfunks; 1953 Satzführer der Saxophongr. u. Soloklarinettist; Gründung der Kapelle »Günter Gollasch mit seinen Solisten«; 1955 erste Schallplattenaufnahme: »Dixie’s Rag«; Erweiterung des Orchesters; 1956 Festanstellung des Orchesters als Tanzorchester des Berliner Rundfunks; 1958 Erweiterung zur Big Band; zahlr. Rundfunk- u. Fernsehsendungen, Schallplattenaufn., Filmmusiken u. Tourneebegleitung internat. Stars; Stammorchester der Schlagerfestivals in Rostock u. Dresden, Gastorchester bei den Schlagerfestivals Sopot (Polen) u. Nessebar (Bulgarien); Gastspiele in der ČSSR, Ungarn, Polen u. der UdSSR; seit Mitte der 60er Jahre kontinuierl. Jazzarbeit, u. a. mit den Arrangeuren Billy Moore, Jerzy Milian,  Friedhelm Schönfeld u. Václav Zahradník; 1970 Teiln. an der Jazz Jamboree Warschau; 1972 LP »Gollasch Plays Milian« (Muza, Polen); 1975 Aufn. für die LP »Jazz-Aspekte« (Nova); 1976 LP »Big Band Aktuell«; 1978 mit der Rundfunk Big Band Berlin Teiln. an der Jazzbühne Berlin;  Ernst-Ludwig Petrowsky, Hubert Katzenbeier, Joachim Graswurm,  Friedhelm Schönfeld, Klaus Koch, Werner Schmidt u. a. Jazzmusiker begannen im RTO ihre Solo-Karriere; nach der Tätigkeit als Dirigent seit 1981 Klarinetten-Solist u. Entertainer (»Clarinette à la Carte«, Onkel Stanislaus mit seinen Jazz-Opas).
1997 »Schwarze Schellackplatte« vom Club der Schellackfreunde Frankfurt (Main); 2002 Auftritt im Friedrichstadtpalast Berlin mit
Paul Kuhn, Max Greger u. Hugo Strasser; 2002 Programm »Zweimal Gollasch, bitte« (mit Ehefrau Brigitte); 2003 CD »Günter Gollasch u. das Tanzorchester des Berliner Rundfunks: Rückblende – Originalaufnahmen 1956 – 1969«; 2004 Tournee mit seiner Band u. Dagmar Gelbkes Helga-Hahnemann-Show »Jetzt käm’ die Süße«; 2008 Konzerte mit der Big Band Meerane; gest. in Rüdersdorf.

RaB

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis