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Görlich, Günter

* 6.1.1928, † 14.7.2010
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater kfm. Angest. bei der Reichsbahn; bei den Großeltern aufgewachsen; 1934 – 44 Volks- u. Mittelschule; 1938 – 42 Dt. Jungvolk; 1942 – 45 HJ; 1944 mittlere Reife, Forstarb. u. ab Herbst 1944 Flakhelfer; ab Jan. 1945 Volkssturm in der Festung Breslau; Mai 1945 – 49 sowj. Kriegsgef. im Gebiet Molotow im Ural, Arbeit in der Landw. u. im Steinkohlebergbau.
Okt. 1949 Rückkehr nach Dtl.; 1949 Tiefbauarb. in den Kieswerken Ahrensdorf; 1950/51 VP-Wachtmstr. bei der Schutz- u. Kriminalpolizei in Ludwigsfelde; Apr. – Aug. 1951 Bauarbeiter in Berlin, ab Sept. 1951 zwei Mon. Pädagogikstudium in Berlin, abgebrochen wg. Erkrankung der Ehefrau; anschl. bis 1953 Erzieher im Jugendwerkhof Struweshof (Krs. Zossen); Juli – Dez. 1952 Qualifizierungslehrgang für Heimerzieher; ab 1953 Mitgl. der AG Junge Autoren in Potsdam; 1953 – 58 Erzieher u. 1955/56 FDJ-Sekr. im Lehrlingswohnheim/ Lehrkombinat Ludwigsfelde; 1955 Mitgl. der SED; 1957/58 Betriebsfotograf u. Mitarb. im Betriebsarchiv; März 1958 Mitgl. im DSV; 1958 erstes Jugendbuch »Der schwarze Peter«, Jugendbuchpreis des Min. für Kultur (auch 1959, 1968, 1969); 1958 – 61 Studium am Lit.-Inst. »Johannes R. Becher« in Leipzig; 1961 – 76 vom MfS als IM »Student«, »Wegener« u. »Hermann« erf., Schwerpunkt SV; 1961 – 64 Sekr. des DSV, ab 1962 Mitgl. seines Vorst.; 1963 Romanerfolg mit »Das Liebste u. das Sterben«; ab März 1964 freischaff. Schriftst.; 1964 – 67 Mitgl. des ZR der FDJ sowie Mitgl. der Jugendkommission beim ZK der SED; 1969 – 89 Vors. des SV, Bezirksverb. Berlin, ab 1973 Mitgl. des Präs. des SV; 1974 – 89 Mitgl. der Berliner SED-BL, 1976 Kand., 1981 – 89 Mitgl. des ZK der SED; 1983 Mitgl. der AdK; ab 1986 Mitgl. der Kulturkommission des PB des ZK der SED; Verf. von Jugendbüchern u. vielgelesenen Romanen: 1971 »Den Wolken ein Stück näher«, 1976 »Eine Anzeige in der Zeitung« (wegen der thematischen Behandlung eines Lehrersuizids wurde die Veröff. durch die zuständigen Behörden erhebl. verzögert), 1982 »Die Chance des Mannes«; 1960 Arthur-Becker-Medaille; 1973/74 Verdienstmedaille der NVA; 1971 u. 1978 NP; 1974 Held der Arbeit; 1985 VVO; 1987 Ehrenspange zum VVO.
Seit 1990 mehrere Kinder- u. Jugendbücher; gest. in Berlin.

Publ.: Drei Wohnungen. Berlin 1988; Ein Anruf mit Folgen. Roman. Berlin 1995; Keine Anzeige in der Zeitung. Erinnerungen. Berlin 1999; Das fremde Mädchen. Kückenshagen 2003; Der verrückte Onkel Willi. Kückenshagen 2006.
Sek.-Lit.: Walther, J.: Sicherungsber. Lit. Schriftst. u. Staatssicherheit in der DDR. Berlin 1996.
BRB; AnK

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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