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Gorrish-Kaiser, Walter (urspr. Walter Kaiser)

* 22.11.1909, † 19.1.1981
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wuppertal-Barmen; Vater Bauarb.; Volksschule in Wuppertal; Ausbildung zum Stukkateur-Modelleur, anschl. im Beruf tätig; 1928 Mitgl. des KJVD u. 1931 der KPD; 1933 Emigr. in die Niederl., nach Belgien u. Frankreich; 1936 – 39 Interbrigadist im span. Bürgerkrieg, Offz., Adjutant von  Ludwig Renn; 1939 in Frankreich interniert; 1940 nach Dtl. ausgeliefert, wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, 1940 – 43 Zuchthaus; 1943 in das Strafbat. 999 eingezogen, auf der Krim zur Roten Armee desertiert.
1945 Rückkehr nach Dtl.; 1945 – 49 Offz. der DVP, maßgebl. am Aufbau der Polizei in der SBZ beteiligt; 1946 KPD/SED; seit 1949 freischaff. Schriftst. u. Szenarist in Berlin; Mitgl. des DSV-Vorst.; 1956 Hans-Beimler-Medaille; 1961 NP; 1963 – 67 Kand. des ZK der SED; ab 1963 Mitgl. des Solidaritätskomitees für das span. Volk; 1965 Banner der Arbeit; VVO; 1970 sowj. Orden des Vaterländischen Krieges; 1974 KMO; Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Um Spaniens Freiheit. Berlin 1946 (Neuaufl. u. Verfilmung: »Mich dürstet«, 1956); Die dritte Kugel. 1950; Die tönende Spur. 1950; Fünf Patronenhülsen. Erz. u. Drehbuch. 1960; Jahrgang 21 (Drehbuch) 1958; Königskinder (Drehbuch) 1962; Engel im Fegefeuer (1972, zuerst als Film zus. mit Edith Gorrish, 1964).
BRB

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