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Grätz, Manfred

* 9.1.1935
Stellv. Minister für Nationale Verteidigung

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Altmittweida (b. Chemnitz); Vater Zimmermann; OS in Altmittweida, Abitur; 1952 SED; bis 1954 KVP-Offz.-Schule, Ltn.; bis 1955 Stellv. des Stabschefs eines Panzerbat.; 1955 – 59 sowj. Militärakad.; 1959 Stabschef des Panzerregt. 11 »Otto Buchwitz« in Zeithain, Hptm.; 1961 – 71 in der Verw. Ausbildung des Min. für Nat. Verteidigung, zul. Stellv. des Ltr. der Abt. Gefechtsausbildung, Oberst-Ltn.; 1971 – 73 sowj. Gen.-Stabsakad., Dipl. rer. mil.; 1973 – 76 Stellv. des Kdr. u. Stabschef der mot. Schützendiv. Potsdam, Oberst; 1976 – 78 Kdr. der mot. Schützendiv. Schwerin (Nachf. von Günter Malewsky); 1978 – 82 Stellv. des Chefs des Militärbez. Neubrandenb., zunächst Chef für Ausbildung (Nachf. von Klaus Winter), dann Chef des Stabs (Nachf. von  Manfred Gehmert), 7.10. 1979 Gen.-Major; 1981 VVO; Okt. 1982 – Jan. 1986 Chef des Militärbez. Leipzig (Nachf. von Horst Skerra), 1.3.1984 Gen.-Ltn.; 1.2. 1986 – 31.12.1989 Stellv. des Min. für Nat. Verteidigung, bis Ende 1989 Chef der Rückwärtigen Dienste (Nachf. von  Joachim Goldbach), 1.1. – 15.9.1990 Chef des Hauptstabs (Nachf. von  Fritz Streletz); 1989/90 auf eigenen Antrag Überprüfung durch den NVA-Aussch. zur Untersuchung von Amtsmißbrauch, Korruption u. persönl. Bereicherung, keine Belastung; 30.9.1990 Vorruhestand.
1998 als Beteiligter in den Mauerschützenprozessen im gleichen Verfahren wie Horst Brünner vom Berliner Landgericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr u. 3 Monaten verurteilt.

HME

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