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Grell, Heinrich

* 3.2.1903, † 21.8.1974
Mathematiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Lüdenscheid (Westf.); Vater Metzgermstr.; Gymnasium; 1922 – 27 Studium der Mathematik u. Naturwiss. an der Univ. Göttingen, 1926 Prom. bei Emmy Noether zur Idealtheorie; 1928 – 34 an der Univ. Jena, 1930 Habil. u. Doz.; 1934 Umhabilitierung an die Univ. Halle, dort im April 1935 verhaftet u. amtsenthoben; 1935 – 39 arbeitslos, Gelegenheitsarbeiten; 1939 – 44 Arbeitsgr.-Ltr. im Entw.-Büro der Messerschmitt-AG in Augsburg; 1944/45 Mathematiker beim Reichsforschungsrat Erlangen.
1947/48 Lehrtätigkeit an der Univ. Erlangen u. der HS Bamberg; Dez. 1948 Prof. mit Lehrauftrag an der HU Berlin, 1953 – 59 hier Fachrichtungsltr. für Mathematik; 1959 – 62 geschäftsf. Dir. am Inst. für reine Mathematik der DAW; 1962 Korr. u. 1964 Ord. Mitgl. der DAW; 1960 VVO; 1962 Mitbegr. u. stellv. Vors. der Mathemat. Ges.; 1964 – 72 stellv. Gen.-Sekr. der DAW; 1968 em.; gest. in Berlin.
Internat. anerkannte Forschungen zur kommutativen Algebra u. Idealtheorie, Begründung einer Algebraiker-Schule in der DDR; Mitgestaltung der Mathematiklehrpläne u. -lehrbücher für die allgemeinbildende Schule; Ltg. einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft in der Berliner Spezialschule »Heinrich Hertz«.

AnV

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