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Grünstein, Herbert

* 27.7.1912, † 9.1.1992
1. Stellv. des Ministers des Innern

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Erfurt in einer jüd. Familie; Vater Lagerarb. u. Geschäftsmann; 1918 – 21 Grundschule, 1921 – 31 Gymnasium in Erfurt, Abitur; 1928 – 31 Mitgl. des SAJ, ab 1930 des KJVD, ab 1931 der KPD; 1931 Jurastudium an der Univ. Frankfurt (Main), abgebrochen; 1932 Hilfsarb.; 1932/33 Funktionär in KJVD u. KPD Erfurt; Instrukteur, dann Pol.-Ltr. des KJVD-UB Erfurt; 1933 illeg. pol. Arbeit, Instrukteur der KJVD-BL Thür.; Mai 1933 Emigr. nach Luxemburg, dann in das Saargeb.; 1934 von dort nach Luxemburg ausgewiesen; Aug. 1935 nach Palästina; dort Land- u. Straßenarb.; 1935/36 Kontakte zur illeg. KP Palästinas; pol. Arbeit in Gewerkschaft u. Spanienhilfe; 1936 – 38 Interbrigadist in Spanien, Hptm., Komp.-Chef u. Bat.-Kdr.; 1938 KP Spaniens; 1939 nach Frankreich; 1939 – 43 in Frankreich u. Algerien (Lager Gurs, Le Vernet u. Djelfa) interniert; 1943 Emigr. in die UdSSR; pol. Arbeit in Kriegsgefangenenlagern (u. a. Karaganda); 1943 – 45 »Spezialaufträge« in Schweden u. Rumänien; 1945 – 48 Lehrer an und stellv., dann Leiter der Antifa-Schule 165 (2041) in Taliza.
Sept. 1948 Rückkehr nach Dtl. (Berlin); Mitarb. des PV der SED; 1948/49 Ref. der Abt. Personalpol. im ZS der SED; 1949 Mitarb. der HA Polit-Kultur in der DVdI, ab 1950 Stellv. u. Ltr. der HA Polit-Kultur (später Pol. Verw.) in der HV DVP im MdI, ab 1949 Chefinspekteur; 1950 – 53 Fernstudium an der PHS;
1954 – 74 2. Vors. der ZL der SV Dynamo; 1955/56 Stellv., 1957 – 73 1. Stellv. Minister des Innern; 1961 Einjahreslehrgang (Höherer Akademischer Kurs) an der MA Dresden; Mai 1962 Gen.-Ltn. der VP; Sept. 1973 Rentner; ab 1974 – 84 stellv. Gen.-Sekr. u. Sekr. für internat. Beziehungen im ZV der DSF; 1975 – 89 Mitgl. der SED-BL Berlin; 1976 – 89 Vors. des Berliner Bez.-Komitees u. Mitgl. des Präs. der ZL des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer; ab 1982 Mitgl. des Präs. der ZL der FIR, Vors. des Bez.-Komitees Berlin; 1954 u. 1972 VVO; 1956 Hans-Beimler-Medaille; 1969 Scharnhorst-Orden; Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; 1971 Orden des Vaterländ. Krieges (UdSSR); 1977 KMO; 1982 Stern der Völkerfreundschaft; 1987 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Publ.: An der Seite sowj. Genossen erfüllte ich meinen Parteiauftrag. In: Im Zeichen des roten Sterns. Berlin 1974; Der Kampf hat viele Gesichter. Berlin 1988.
BRB; HME

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