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Gudzuhn, Jörg

* 23.3.1945
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Seilershof (Landkrs. Ruppin); 1951 – 59 Grundschule in Berlin, 1959 – 61 Berta-von-Suttner-Gymn. in Berlin-Reinickendorf, vorzeitiger Abbruch wg. des Mauerbaus; 1961 – 66 Schleifer im Wälzlagerwerk »Josef Orlopp« Berlin; Lehre u. Arbeit als Maurer; Volkshochschule, Abitur; 1966 – 70 Studium an der Staatl. Schauspielschule Berlin-Schöneweide; 1970 – 74 Engagements am Theater in Karl-Marx-Stadt, 1974 – 76 am Hans-Otto-Theater Potsdam, 1976 – 87 am Maxim-Gorki-Theater in Berlin, vor allem in skurrilen Rollen, u. a. in Shakespeares »Sommernachtstraum« (R:  Thomas Langhoff) u. »Einer flog über das Kuckucksnest« (R: Wolf Winkelgrund); daneben in TV-Folgen von »Der Staatsanwalt hat das Wort« u. »Polizeiruf 110«, ab 1982 auch größere Rollen in DEFA-Filmen, z. B. in »Das Luftschiff« (R:  Rainer Simon), »Eine sonderbare Liebe« (1984, R:  Lothar Warneke, Kritikerpreis als Darsteller), »Die Grünstein-Variante« (1985, R: Bernhard Wicki); seit 1987 Engagement am Dt. Theater Berlin, u. a. in »Nathan der Weise« (1987, unter  Friedo Solter); 1988 Titelrolle im DEFA-Film »Fallada – Letztes Kapitel« (R:  Roland Gräf).
Nach 1990 weiterhin Engagement am Dt. Theater, u. a. Dorfrichter Adam in »Der zerbrochene Krug« (1991, unter Th. Langhoff), in den Titelrollen von »König Ödipus« (1996), »Othello« (1998), beide unter  Alexander Lang, Soloauftritt mit »Leben bis Männer oder: Der Fußballtrainer« (2001 unter der Regie von  Peter Ensikat, nach einer Vorlage von Thomas Brussig); daneben Arbeit für Film: 1991 in »Verfehlung« (R:  Heiner Carow), 1992 in »Moebius« (R: Matti Geschonneck); auch in TV-Produktionen: 1991 in »Ende der Unschuld« (R:  Frank Beyer), 1994 in mehreren Folgen von »Liebling Kreuzberg«, 1998 – 2007 als Kommissar Hoffer an der Seite von  Ulrich Mühe in »Der letzte Zeuge« (ZDF); 1997 Adolf-Grimme-Preis; lebt bei Berlin.

IKF

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