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Haack, Hermann Otto

* 29.10.1872, † 22.2.1966
Kartograph, Geograph

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Friedrichswerth (b. Gotha); Vater Postbeamter; 1878 – 83 Dorfschule, 1884/85 Privatunterricht, 1886 – 93 Gymnasium Ernestinum in Gotha; 1893 – 96 Studium der Geogr. u. Geol. in Halle, Göttingen, Berlin u.
Halle, 1896 Prom.; 1896/97 Militärdienst; 1897 – 1944 Kartograph bzw. Ltr. der Geograph. Anstalt Justus Perthes Gotha; 1902 »Kleiner dt. Schüleratlas« u. »Kleiner dt. Lernatlas«; 1920 Prof.; 1922 korr. Mitgl. der Königl. Preuß. Akad. gemeinnütziger Wiss. in Erfurt; 1922 Errichtung der Hermann-Haack-Stiftung des Verb. dt. Schulgeographen; 1932 korr. Mitgl. der Staatl. Geogr. Ges. in Leningrad (später Geogr. Ges. der UdSSR) sowie Ehrenmitgl. der Geogr. Ges. in München; 1942 Ernennung z. Ehrenmitgl. d. Dt. Kartogr. Ges.; Goethe-Medaille für Kunst u. Wiss.; 1944 vorübergehend Rückzug aus dem Berufsleben.
Nach 1945 Übernahme der verwaisten Herausgeberschaft mehrerer Verlagswerke, so
1948 – 53 von »Petermanns Geograph. Mitteilungen« u. 1948 – 56 dem »Geograph. Jb.«; ab 1951 Mithrsg. der Ztschr. »Sowjetwiss.«, 1951 – 54 Mitgl. des Red.-Beirates dieser Ztschr.; Mitgl. des LV der DSF; 1952 Dr. h. c. der Univ. Jena; 1953 NP; Ehrenbürger der Stadt Gotha u. der Gemeinde Friedrichswerth; 1954 Rückzug aus dem Berufsleben; 1957 VVO; 1960 stiftet die Geogr. Ges. der DDR die Hermann-Haack-Medaille; gest. in Gotha.
Einer der großen Kartographen des 20. Jh.; Begründer u. langj. Hrsg. von »Geograph. Anzeiger« (1899 – 42) u. »Geograph. Bausteine« (1913 – 36); Ehren- bzw. Korr. Mitgl. von zwölf nat. u. internat. geograph. Ges.; 1955, anläßl. seines 83. Geburtstags, wurde seine langj. Wirkungsstätte in »VEB Hermann Haack, Geograph.-Kartograph. Anstalt Gotha« umbenannt.

KHT; BRB

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