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Haas, Leo

* 15.4.1901, † 13.8.1983
Grafiker, Karikaturist, Pressezeichner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Troppau (Österreichisch Schles./Opava, Tschechien); Volks- u. Oberrealschule; 1919 – 24 Studium der Malerei an den Kunstakad. in Karlsruhe u. Berlin; ab 1925 Pressezeichner in Wien bei den Ztg. »Abend«, »Arbeiterztg.« u. »Stunde«; 1926 – 38 freischaff. als Maler, Pressezeichner, Gebrauchsgrafiker u. Bühnenbildner in Troppau; 1939 Verhaftung durch die Gestapo; Haft in den KZ Lublin, Nisko, Uljanow, Theresienstadt, Auschwitz, Sachsenhausen, Redl-Zipf, Schlier, Mauthausen u. Ebensee.
1945 erste Ausstellung in Prag; ab 1945 Mitgl. der tschech. Gewerkschaft der Journalisten u. 1946 der KPČ; Pressezeichner u. Karikaturist für das KPČ-Ztg. »Rudé Právo«, die satir. Ztschr. »Dikobraz« u. »Roháč« (Bratislava); 1955 Übersiedl. in die DDR; 1956 Mitgl. des VDJ; ständ. Mitarb. für »Eulenspiegel«, »Neues Dtl.« u. »Wochenpost«; gehört zu den Pionieren der Fernseh-Karikatur; mit dem DFF entstanden die Senderreihe »Zeitgezeichnet« u. die Filme »Mord in Lwow« u. »Aktion J.«; zahlr. Preise auf internat. Ausstellungen; 1958 Medaille für Kämpfer gegen den Fasch.; 1959 Mitgl. der Ltg. der Sekt. Pressezeichner u. Karikaturisten im VDJ u. des VBK; 1964 VVO; Kunstpreis der DDR; 1966 Ernennung zum Prof.; 1971 ČSSR-Orden der Arbeit; Banner der Arbeit; 1976 VVO; 1981 Stern der Völkerfreundschaft; Ehrenbürger der Stadt Opava; gest. in Berlin.

Publ.: Links überholt! Zeichnungen. Berlin 1961; Terezin, Theresienstadt. Berlin 1972; Kinder im KZ ? u. draußen blühen Blumen. Hrsg. von D. Stanić. Berlin (West) 1982 (Zeichnungen).
Sek.-Lit.: Wagner, W. H.: Der Hölle entronnen. Stationen eines Lebens. Eine Biogr. des Malers u. Graphikers L. H. Berlin 1987.
BRB

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