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Häber, Herbert

* 15.11.1930
Mitglied des Politbüros des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Zwickau (Sachsen); Vater Schmied, Mutter Textilarb.; Volks- u. Oberschule; 1945 Mitgl. der Antifa-Jugend; Hilfsarb. im Metallwerk Zwickau; 1946 SED u. FDJ; Besuch der FDJ-Schule am Bogensee; April – Aug. 1947 Org.-Ltr. des FDJ-KV Zwickau; 1947 FDGB; 1947/48 Laufbote des Jugendaussch. Zwickau; 1947/48 Korrespondent des SNB bzw. des ADN in Zwickau; 1948/49 Jugendsekr. der SED-KL Zwickau; 1949/50 Red. bzw. stellv. Chefred. der »Freien Presse« in Zwickau; 1949 Studium an der LPS; 1951 Instrukteur der Westkommission des ZK der SED; ab 1953 Sektorenltr. gesamtdt. Fragen in der Abt. Presse u. Rundfunk des ZK; 1954/55 Studium an der PHS der KPdSU in Moskau; 1955 – 60 Sektorenltr. des Arbeitsbüros; 1960 – 65 hauptamtl. Mitgl. im Range eines Abt.-Ltr. der Kommission für gesamtdt. Arbeit bzw. der späteren Westkommission beim PB; Juni – Nov. 1965 stellv. Ltr. der Westabt. des ZK; 17.12.1965 – Juli 1971 stellv. Staatssekr. für gesamt- bzw. westdt. Fragen; 1971 – 73 Dir. des IPW; 1971 Prof.; 1973 – 85 Ltr. der Westabt. bzw. der Abt. Internat. Pol. u. Wirtschaft im ZK (Nachf. von  Heinz Geggel), war über 10 Jahre Vertrauensmann v.  Erich Honecker für Kontakte zu bundesdt. Politikern (insbes. der CDU), so ab Jan 1975 inoff. Gespräche mit Walther Leisler Kiep (CDU-Schatzmeister), Philipp Jenninger, Olaf von Wrangel, Heinrich Windelen, Wolfgang Schäuble; 1976 – 78 Kand., 1978 – 86 Mitgl. des ZK der SED; Mai 1984 – 22.11.1985 Mitgl. des PB u. Sekr. des ZK der SED; 18.8.1985 Einlieferung in das Regierungskrankenhaus Berlin-Buch; am 16.9. 1986 diktierte ihm  Erich Honecker dort sein Rücktrittsgesuch (»aus gesundheitl. Gründen«); Jan. – März 1986 im Fachkrankenhaus in Bernburg; 1986 – 89 wiss. Mitarb. des Inst. für Imperialismusforschung der AfG; 1980 VVO.
Ab Mai 2000 Prozeß wegen »Totschlags an DDR-Flüchtlingen« (zus. mit  Hans-Joachim Böhme u.  Siegfried Lorenz) vor dem LG Berlin; Freispruch im Herbst 2000; 2002 Aufhebung des Urteils durch den BGH; 11.5.2004 erneuter Freispruch durch das LG Berlin.

Sek.-Lit.: Nakath, D., Stephan, G.-R.: Die H.-Protokolle. Schlaglichter der SED-Westpol. 1973 – 1985. Berlin 1999; Kohl, P.: Der Fall H. H. Vom Politbüro in die Psychiatrie (MDR/ DLF/RBBV 1999); Nitz, J.: Unterhändler zwischen Berlin u. Bonn. Berlin 2001.
AnH; HME

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