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Hadermann, Ernst

* 22.5.1896, † 2.1.1968
Literaturhistoriker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schlüchtern (Hessen); Vater Mühlenbesitzer; 1902 – 11 Volks- u. Lateinschule in Schlüchtern, 1911 – 14 Gymnasium in Fulda, Abitur; 1914 – 18 Militärdienst (Ltn.); 1919 – 24 Studium Germanistik, Geschichte, Philosophie u. Romanistik an den Univ. Frankfurt (Main), Heidelberg, Berlin u. Marburg; Febr. – Herbst 1920 USPD; Juni 1923 Prom. zum Dr. phil.; 1924 St.-Ex. für das höhere Lehramt in Marburg; 1924/25 Studienreferendar, 1926 – 30 Studienassessor in Marburg; 1930 – 39 Studienrat in Kassel; Mai 1937 NSDAP; 1939 – 41 Wehrmacht (Hptm.); Juni 1941 – 45 sowj. Kriegsgefangenschaft; Mai 1942 erster Aufruf an dt. Offz. zur Beendigung des Krieges, Juni 1942 Verf. der Broschüre »Wie ist der Krieg zu beenden?«; Juli 1943 Mitbegründer des NKFD, Mitgl. von dessen geschäftsf. Aussch.; Mitarb. der Ztg. »Freies Dtl.«; 1943 propagandist. Einsätze im Kessel von Stalingrad; Mitgl. der Radio-Red., Verf. u. Sprecher zahlr. pol. Wochenbetrachtungen u. Kultursendungen; Febr. 1944 im Kessel von Kursan Aufruf zur Kapitulation.
1945 Rückkehr nach Dtl. (SBZ); Aug. 1945 stellv. Ltr., später Ltr. der Schulabt. in der Dt. ZV für Volksbildung; 1948 – 50 SED; 1948 –55 Prof. mit Lehrstuhl für Dt. Lit.-Geschichte an der Brandenb. Landes-HS u. späteren PH Potsdam, bis 1950 Dekan der PH Potsdam; 1955 –62 Prof. mit Lehrstuhl für Neuere Dt. Lit.-Geschichte an der MLU Halle, Dir. des dortigen Germanist. Inst.; 1956 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille; 1958 Medaille für Kämpfer gegen den Fasch.; 1961 VVO; Sept. 1962 em.; 1965 VVO; gest. in Halle.

Publ.: Ein guter Deutscher: Eine Mahnung an das westdt. Bürgertum. Berlin 1968.
Sek.-Lit.: Finker, K.: Prof. Dr. E. H. – Ein dt. Humanist. Fs. Potsdam 1996.
BRB

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