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Haesler, Otto

* 13.6.1880, † 2.4.1962
Architekt, Leiter der Hochschule für Baukunst Weimar

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in München; Vater Maler; Realschule in Passau; 1898 – 1902 Ausbildung an den Baugewerkschulen in Augsburg u. Würzburg, 1902 Maurerlehre; 1906 – 33 freischaffender Architekt in Celle, hier zahlr. Einzelbauten, u. a. 1908 »Trüllerhaus«, 1924 Siedlung Italienischer Garten, 1926 Siedlung Georgsgarten; 1925 Mitgl. des Dt. Werkbundes, 1927 Mitgl. der Reichsforschungsges. für Wirtschaftlichkeit im Bau- u. Wohnungswesen; 1928 – 30 Entwurf der Friedrich-Ebert-Siedlung in Rathenow (260 Wohnungen), 1930 Entwurf der Rothenbergsiedlung Kassel (236 Wohnungen); 1934 Umzug nach Eutin; 1942 – 45 Stadtbaurat in Łódź u. Lemberg; 1943 Vorplanung des Wiederaufbaus der sowj. Stadt Sewastopol.
1946 Umzug nach Rathenow; 1946 – 55 Wiederaufbaupläne für die Altstadt von Rathenow (mit Karl Völcker); 1950 – 52 Ltr. des Wiederaufbaus des Zeughauses Berlin zum »Museum für Dt. Geschichte«; 1950/51 Ltg. der Wohnbebauung Platz der Jugend in Rathenow; 1950 Prof. für sozialen Wohnungsbau u. bis 1952 Ltr. der HS für Baukunst Weimar, Forschungsarb. zur Entw. des Plattenbausystems; 1951 Mitgl. der DBA; 1953 Umzug nach Wilhelmshorst (b. Potsdam).
H. war neben Walter Gropius u. a. einer der führenden Architekten im sozialen Wohnungsbau der Weimarer Republik u. knüpfte nach 1945 in der SBZ/DDR wieder daran an. Mit der Gründung der DBA Ende 1951 erfolgte in der DDR-Architektur ein rigoroser Richtungswechsel zum »Nat. Bauen«, der fortan zur Stigmatisierung von Bauhaus u. Funktionalismus führte u. damit H. seiner wesentl. Arbeitsgrundlage beraubte.

Publ.: Aufbau der Rathenower Altstadt. In: Planen u. Bauen (1951) 17; Mein Lebenswerk als Architekt. Berlin 1957.
Sek.-Lit.: Schumacher, A.: O. H. u. der Wohnungsbau in der Weimarer Rep. Marburg 1982; Oelker, S.: O. H. – Eine Architektenkarriere in der Weimarer Rep. Hamburg 2002.
VoW

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