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Barczatis, Helene (Elli)

* 7.1.1912, † 23.11.1955
Agentin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Schneidermeister; 1918 – 26 Grundschule in Berlin; 1926 – 28 Ausbildung zum Kfm. beim Banzhaff-Verlag; 1928/ 29 Stenotypistin bei der Buchhandl. Karl Block in Berlin; 1929 – 33 Abendschule in Berlin; 1933 – 45 Stenotypistin beim Reichsbund der Metallwarenind., im Dt. Inst. für Jugendhilfe u. ab 1938 beim Ostelb. Braunkohlen-Syndikat.
Sekretärin in der Zentralverw. für Brennstoffind.; 1946 SED; 1950 Anstellung in der Regierungskanzlei, dort Chefsekretärin des Ministerpräs.  Otto Grotewohl; nachrichtendienstl. Arbeit für die Org. Gehlen (»Gänseblümchen«); im Juni 1951 Aufnahme der Ermittl. durch das MfS; Jan. – Mai 1953 Lehrgang an der DASR; ab Juni 1953 – März 1955 weiter Sekretärin bei Grotewohl; März 1955 Festnahme; 23.9.1955 vom Obersten Gericht wegen Spionage zum Tode verurteilt, 23.11. 1955 Hinrichtung durch die Guillotine in der U-Haftanstalt Dresden.
Am 28.11.2006 vom Landgericht Berlin rehabilitiert.

Sek.-Lit.: Karl Wilhelm Fricke: »Konzentrierte Schläge«. Berlin 1998.
HME

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