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Härtig, Helmut

* 24.3.1902, † 10.11.1997
Ingenieur, Rektor der Bergakademie Freiberg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Pirna (Sachsen); Vater Volksschullehrer; 1908 – 21 Schulbesuch in Pirna, Abitur; 1921 – 25 Studium an der Bergakad. Freiberg, dort 1924 Dipl. als Markscheider u. 1925 als Berging.; 1926 – 35 Direktionsass. u. Abt.-Ltr. bei den Eintrachtwerken Welzow, Niederlausitz; 1930 Dr.-Ing. an der Bergakad. Clausthal; 1934 NSDAP; 1935 – 38 Pächter u. Ltr. der Braunkohlen-Tiefbaugrube »Wilhelmszeche« in Siegersdorf bei Bunzlau; 1938 – 47 Betriebs- u. Obering. bei den Michelwerken Großkayna bei Merseburg, Grube »Gute Hoffnung« Rossbach.
Ab 1945 dort Werkltr. u. Techn. Ltr.; 1947 – 48 Produktionsltr. der Revierdirektion Merseburg (Geiseltal); 1948 – 52 Obering. für Tagebaue u. stellv. Haupting. im Braunkohlenwerk Großkayna; 1953 – 67 Prof. u. Dir. des Inst. für Tagebaukunde an der Bergakad. Freiberg; 1955 – 57 dort Dir. des Industrie-Inst.; ab 1956 zugl. Abt.-Ltr. Tagebautechnik sowie 1959 – 63 stellv. Dir. des Dt. Brennstoffinst. Freiberg; 1957 – 59 Rektor der Bergakad. Freiberg (Nachf. von  Otto Meißer); 1961 korr. u. 1964 ord. Mitgl. der DAW; 1956 u. 1959 VVO; 1973 Ehrensenator der Bergakad. Freiberg, 1979 Ehrenbürger der Stadt Freiberg; gest. in Kassel.
Hauptarbeitsgebiete: Technolog. Entw. von Tagebauen aller Arten im In- u. Ausland; Tagebautechnik; Förderbrücken in Braunkohletagebauen; Bandtechnik; Bodenmechanik; bergmännische Wasserwirtschaft; 88 wiss. Veröff.

Sek.-Lit.: Bilkenroth, K.-D., Piatkowiak, N.: Prof. Dr. H. H. – Bergingenieur u. Hochschullehrer. In: Bergbau (2002) 5; Drebenstedt, C.: Prof. Dr. H. H. – dem ersten dt. Professor für Tagebaukunde zum 100. Geburtstag. In: Zeitschrift für Freunde u. Förderer der TU Bergakad. Freiberg (2002) 9.
RoV

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