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Barth, Willi

* 15.9.1899, † 5.5.1988
SED-Funktionär, Abteilungsleiter für Kirchenfragen des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Ingersleben (Krs. Gotha); Vater Maurer, Mutter Hebamme; Volksschule; 1914 – 18 Ausbildung zum Tischler in Neudietendorf; 1916 – 33 Dt. Holzarb.-Verb.; 1917 – 28 Tischler in Gotha u. Erfurt; 1919/20 USPD; 1920 KPD, Pol.-Ltr. in Ingersleben; dort 1923 Mitgl. u. Verbindungsmann der Proletar. Hundertschaften, wirkte bei deren Bewaffnung mit; 1928 – 31 Instrukteur beim Verb. proletar. Freidenker in Gotha, Mitgl. der Gemeindevertr. Ingersleben; 1928 – 33 Mitgl. des Stadtrats von Ingersleben u. 1930 – 33 stellv. Bürgermstr.; 1931 Besuch der Rosa-Luxemburg-Schule des ZK der KPD; 1931 – 33 Bez.-Sekr. der RH des Bez.-Verb. Thür.; 1933 – 34 illeg. Tätigkeit für die RH in Hannover, Berlin u. Thür. (»Ernst«), Hrsg. eines 14tägigen Informationsdienstes, Nachrichtenübermittl. an die KPD in Prag u. Paris, Aufbau eines Abwehrapparates gegen die Gestapo; Dez. 1934 Emigr. nach Prag, Mitgl. der RH-Ltg.; März 1938 – 40 Emigr. u. Internierung in England; 1940 – 42 Internierung in Kanada, 1942 nach Großbritannien entlassen; 1942 – 46 Tischler in Manchester (England), Mitgl der PL, verantw. für Ortsgr. der FDKB; 1946 Mitarb. im Rückwanderungsbüro in Manchester.
1946 Rückkehr nach Dtl. über Jugosl.; SED; 1946 – 49 Ref. der Abt. Landes- u. Provinzialpol. bzw. Hauptref. der Abt. staatl. Verw. beim ZK der SED; 1948/49 PHS; 1949 Ltr. der Abt. Kommunalpol. beim ZK der SED, 1950 stellv. Ltr. der Abt. Staatl. Verw. des ZK der SED; 1954 – 77 Ltr. der Arbeitsgr. Kirchenfragen des ZK der SED (entsprach einer ZK-Abt.); 1977 Rentner, Parteiveteran, Mitgl. der Zentr. Kommission zur Betreuung alter verdienter Parteimitgl.; 1964 VVO; 1969 KMO; 1974 Ehrenspange zum VVO; 1975 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; 1984 Stern der Völkerfreundschaft; gest. in Berlin.

Publ.: Militarismus u. pol. Klerikalismus. Berlin 1961.
BRB; HME

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