Biographische Datenbanken

Hauser, Harald

* 17.12.1912, † 6.8.1994
Schriftsteller, Dramatiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Lörrach (Baden); Vater Hochschullehrer; Volksschule, Realgymnasium; 1930 – 33 Studium der Rechtswiss. in Freiburg i. Br. u. Berlin; 1930 KJVD; 1931 längere Studienreise in die UdSSR; 1932 KPD; Agit.-Prop.-Ltr. der »Roten Studentengr.« an der Univ. Berlin; Jan. 1933 Emigr. nach Frankreich; Gelegenheitsarbeiten, Journalist, Chauffeur, Sportlehrer; Mitarb. des M-Apparates (Nachrichtendienst der KPD), im Auftrag  Bruno Haids zus. mit seiner Frau Edith Loewenstein »Gegnerarbeit«; arbeitete ab 1935 verdeckt in der Gruppe um Ruth Fischer und Arkadi Maslow, sowie gegen eine »Trotzkistengr.« in Strasbourg; seit Mitte der 1930er Jahre geheimer Mitarb. eines sowj. Nachrichtendienstes; Apr. 1939 Ausbürgerung aus Dtl.; Sept. 1939 Internierung, Dez. 1939 Freiwilliger der frz. Armee (Ausländer-Freiwilligen-Regt.), nach der Demobilisierung Kämpfer in der Résistance; ab 1940 illeg. pol. Arbeit in Paris, u. a. Wehrmachtsprop. (»Jean Louis Maurel«); ab 1943 Hauptred. der illeg. Ztg. »Volk u. Vaterland«, zus. mit  Otto Niebergall Ltr. bzw. Gen.-Sekr. des Komitees Freies Dtl. für den Westen.
Juni 1945 Rückkehr nach Dtl.; zunächst Reorg. der KPD im Saargeb. u. im Rheinl.; dann Red. der »Dt. Volksztg.«, Mitarb. des »Neuen Dtl.«; 1946 KPD/SED; 1949 – 55 Chefred. der DSF-Monatsschrift »Die Neue Ges.«; Begr. u. bis 1954 Ltr. der Illustrierten »Freie Welt«; ab 1955 freischaff. Schriftst. in Berlin; Mitgl. des Vorst. des DSV; 1959 Lessing-Preis; 1962 Mitgl. des Präs. der Dt.-Frz. Ges.; Mitgl. des Präs. der Urania; 1960 NP; 1960, 1972 u. 1977 VVO; 1982 Stern der Völkerfreundschaft; seit 1978 als IM »Harry« für das MfS erf.; Gestaltung seiner Résistance-Erlebnisse in der dreizehnteiligen TV-Serie »Salut Germain!« (1971); Verf. linientreuer, propagandist. Stücke u. Filme, u. a. »Abschied vom Ruhm« (Fernsehspiel, 1983).

Publ.: Wo Dtl. lag. Berlin 1947; Der illegale Casanova. Erzählungen. Berlin 1967; Es waren zwei Königskinder. Kinderbuch. Berlin 1979; Botschafter ohne Agrément. Berlin 1979; Gesichter im Rückspiegel. Autobiogr. 1989.
Sek.-Lit.: Pech, K.: An der Seite der Résistance. Zum Kampf der BFD für den Westen in Frankreich (1943 – 1945). Berlin 1974; Wirth, G.: Die Hauser-Chronik. Berlin 1982; Leo, G.: Frühzug nach Toulouse. Berlin 1988; H. H. Ein dt. Kommunist in der Résistance. In: Faller, K., Wittich, B.: Abschied vom Antifa. Frankfurt (Oder) 1997.
BRB

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis