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Heilmann, Friedrich Wilhelm

* 1.3.1892, † 30.6.1963
Chefredakteur der »Freien Welt«

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Schuhmacher, Kell-
ner, Mutter Köchin; 1898 – 06 Volksschule;
1906 – 10 Ausbildung zum Vergolder u. Modelleur, dann bis 1914 im Beruf tätig; 1907 SAJ; 1910 SPD; 1911 – 13 Jugendfunktionär in Hannover; 1914 – 16 Metallarb. in Berliner Betrieben; März 1915 verhaftet u. wegen Antikriegsprop. zu neun Mon. Gefängnis verurteilt; 1916 – 18 Soldat; 1916 Spartakusbund; 1919 KPD; Jan. 1919 Mitgründer u. bis 1921 Mitgl. des Reichsaussch., ab 1922 leitender Sekr. der FSJ bzw. der KJD; Chefred. des Verlags »Junge Garde«; Nov. 1919 Teiln. am Gründungskongreß der KJI in Berlin; 1920/21 Vertreter der KJD beim ZK der KPD; 1921 Sekr. im ZK der KPD; 1921/22 Obersekr. der BL Mitteldtl. der KPD; 1922/23 Ltr. der BL Baden, auf dem 8. Parteitag der KPD 1923 zum Ersatzmitgl. des ZA gewählt; 1923/24 Chefred. der »Arbeiter-Ztg.« in Mannheim; 1923 Anhänger der »Mittelgr.«; 1925 – 30 Chefred. des »Thür. Volksblatts« in Gotha; ab 1925 Mitgl. der KPD-BL Groß-Thür.; 1929 – Febr. 1933 Abg. des Thür. Landtags, 1930 Vors. u. Sprecher der KPD-Fraktion; 1930 – 33 Sekr. für Landes- u. Kommunalpol. der KPD-Ltg. Thür.; April – Aug. 1933 Ltr. der KPD in Norderbayern in Nürnberg; Sept. 1933 Emigr. in die UdSSR; anschl. bis 1935 Ref. für Agit.-Prop. u. Ref. für die Niederlande u. Schweiz im Mitteleurop. Sekr. des EKKI; dann bis 1937 Ltr. der Informationsabt. im EK der IRH; Kursusltr. an der KUNMS; am 24.3.1936 vom OLG München in Abwesenheit zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; ab 1936 Sprecher in Abendsendungen des Moskauer Rundfunks; 1937/38 zur Verfügung der Vertr. der KPD beim EKKI; 1938 Hilfsred. im Verlag für fremdspr. Lit., verantw. für die Marx-Engels-Ausgabe; 1939 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft, 1941 in der Sonderfahndungsliste »UdSSR« der Gestapo erf.; nach dem 22.6.1941 Prop.-Arbeit in der Glav PURKK; 1941 Evakuierung mit dem Verlag nach Engels; 1942 Rückkehr nach Moskau; 1942/43 Mitarb. der GlavPURKKA; Red. der Ztg. für Kriegsgefangene »Das freie Wort«; dann Sprachlehrer an der Leningrader Schule für Politkommandeure; 1943 – 45 Chefsprecher des Senders Freies Dtl.; Unterstützung  Erich Weinerts bei der Abfassung einer kurzen Geschichte des NKFD.
7.11.1945 Rückkehr nach Dtl.; bis Dez. 1948 Chefred. der »Thür. Volksztg.« bzw. vom »Thür. Volk«; Mitgl. des Sekr. des SED-LV Thür.; 1946 – 52 Mitgl. u. 1947 – 50 Vizepräs. des Landtags; stellv. Vors. der DSF in Thür.; 1948 – 50 Ltr. der Abt. Kultur u. Erziehung im SED-LV; 1949 – 52 Mitgl. der Prov. bzw. Länderkammer der DDR; 1950 – 53 1. Landesvors. der DSF in Thür. bzw. Vors. des DSF-Bez. Erfurt; 1951 – 53 Fernstudium an der PHS; 1952/53 Mitgl. der SED-BL u. 1952 – 54 Mitgl. des Bez.-Tags Erfurt, Vors. der Ständ. Kommission für örtl. Polizei u. Justiz; 1954 – 57 Chefred. der »Freien Welt« (Nachf. von  Harald Hauser); VVO; 1957 – 63 stellv. Chefred. der Wochenztg. des KB »Der Sonntag«; 1962 KMO; gest. in Berlin.

Publ.: Dt. Kinderfibel. Berlin 1931 (mit R. Fischer); Zur Rolle des Senders »Freies Dtl.« bei der Anleitung u. Orientierung der antifa. dt. Widerstandsbew. In: Das Nationalkomitee »Freies Dtl.« u. seine militärpol. Bedeutung. 1963.
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