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Hellberg, Martin (eigtl.: Martin Heinrich)

* 31.1.1905, † 31.10.1999
Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Vater Pfarrer; Ausbildung zum Schlosser; Besuch von Abendkursen für Schauspiel am Dresdner Konservatorium; ab 1924 Schauspieler am Dresdner Staatstheater; Mitwirkung am Arbeitertheater »Rotor«; später in der Agit.-Prop.-Gruppe »Rote Raketen«; 1931 KPD; 1933 vom Staatstheater entlassen, ohne festes Engagement, illeg. Auftritte; 1941 Oberspielltr. in Freiburg i. Br.; 1942 aus der Reichskulturkammer ausgeschl.; 1943 Strafbat.
1945 Gründung der Dt. Schauspielschule München; 1946 Inszenierung von Jean Giraudoux’ »Der Trojanische Krieg findet nicht statt« an den Münchener Kammerspielen, damit Gastspiele in sächs. Städten; 1946 SED; 1950/51 Gen.-Intendant der Staatstheater Dresden; ab 1951 Regietätigkeit bei der DEFA, 15 Spielfilme, darunter »Das verurteilte Dorf«, »Geheimakten Solvay«, »Der Richter von Zalamea«, »Thomas Müntzer«, »Emilia Galotti«, »Kabale u. Liebe«; 1952 NP; 1953 Weltfriedenspreis; 1954 Mitbegr. der Dt. HS für Filmkunst Babelsberg; 1954 – 58 dort Prof. für Filmregie; 1962/63 Gen.-Intendant des Mecklenb. Staatstheaters Schwerin, 1963 wegen »Mißachtung staatl. Weisungen« entlassen; weiterhin tätig als Schauspieler, u. a. in der Verfilmung von Thomas Manns »Lotte in Weimar«; 1980 VVO; 1984 KMO; gest. in Bad Berka.

Publ.: Trilogie der Erinnerungen: Die bunte Lüge. Berlin 1972; Im Wirbel der Wahrheit. Berlin 1978; Mit scharfer Optik. Berlin 1982.
BRB

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