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Helm, Rolf (eigtl.: Rudolf)

* 30.3.1896, † 9.4.1979
Generalstaatsanwalt

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Vater Jurist; bis 1914 Gymnasium, Abitur; 1914 – 18 Militärdienst, 1915 Ltn.; 1919 – 22 Studium der Rechtswiss. in München, Jena u. Leipzig, 1. jur. St.-Ex.; an der Univ. Leipzig Prom.; 1922 – 25 Referendariat in Dresden, 2. jur. St.-Ex.; dort Zulassung als Rechtsanwalt; 1921 KPD; ständ. jur. Mitarb. der »Arbeiterstimme«; 1924 KPD-Stadtverordneter in Dresden; 1925 Rechtsanwalt für die RHD; Vors. der Freunde des neuen Rußlands u. des Bundes soz. Geistesarb. in Dresden; 1933 »Schutzhaft«; Ausschl. aus der Anwaltskammer; 1934 – 37 arbeitslos; 1937 – 44 tätig als Angest. u. Handelsvertreter; 1944 wieder inhaftiert im Gefängnis Bautzen.
1945 Ltr. der Rechtsabt. der Sozialversicherungsanstalt; anschl. bis 1947 Ltr. der Rechtsabt. in der Dt. ZV für Arbeits- u. Sozialfürsorge; 1946 SED; Nov. 1947 – 49 Gen.-Staatsanwalt des Landes Sachsen, danach Gen.-Staatsanwalt von Groß-Berlin; Hauptankläger im Görlitzer, Kamiennia- u. Bautzener Prozeß; April – Mai 1951 Ltr. der Präsidialkanzlei beim Präs. der DDR u. Staatssekr.; anschl. bis 1953 Dir. der Zentr. Richterschule in Potsdam-Babelsberg; 1953 – 58 als Abt.-Ltr. im Min. der Justiz zuständig für die Rechtsanwälte u. Notare; 1959 – 63 Justitiar der DAW; 1963 Ruhestand; Mitbegr. u. später Mitgl. des Sekr. der Vereinigung Demokrat. Jur. u. 1962 stellv. Vors. des Komitees zum Schutze der Menschenrechte; VVO.

Publ.: Grundfragen des Arbeitsrechts. Berlin 1948 (zus. mit P. Merker); Totengräber Dtl. Berlin 1952 (zus. mit K. Raddatz); Anwalt des Volkes – Erinnerungen. Berlin 1978.
HME

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