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Barwich, Heinz

* 22.7.1911, † 10.4.1966
Physiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin-Lankwitz; Vater Buchhalter; bis 1927 Oberrealschule, Abitur; Praktikant bei AEG Berlin; 1929 – 32 Studium der Elektrotechnik u. Physik an der TH Berlin-Charlottenburg, Dipl.; 1932 – 34 Assistent bei  Gustav Hertz; 1934 Prom. mit einer Arbeit zur Isotopentrennung mittels Kaskade; 1934 – 45 wiss. Mitarb. im Forschungslabor der Fa. Siemens & Halske; ab 1939 Arbeiten für die Marine zur Verbesserung von Torpedozündern; 1945 – 55 als Atomphysiker u. Spezialist für Isotopentrennung in der UdSSR (Suchumi u. Uralgebiet); 1953 Stalin-Preis der UdSSR.
1955 Rückkehr nach Dtl., wiss. Berater bei der DAW; 1956 – 64 Dir. des ZI für Kernforschung Rossendorf (b. Dresden), zugl. Prof. mit Lehrauftrag für Kerntechnik an der TH Dresden; 1959 NP; 1961 – 64 Vizedir. des Vereinigten Inst. für Kernforschung in Dubna (b. Moskau); 1964 Teiln. an der Genfer Atomkonferenz, Weiterreise in die Bundesrep. Dtl. u. Beantragung pol. Asyls in den USA, 1964/65 Aufenthalt in den USA, Befragung durch den Unteraussch. des US-Senats für innere Sicherheit, März 1965 Rückkehr in die Bundesrep. Dtl.; 1955 – 67 als IM »Hahn« des MfS erfasst.

Publ.: Das rote Atom (Biogr., zus. mit E. Barwich). München, Bern 1967.
Sek.-Lit.: Maddrell, P.: The Scientist Who Came in from the Cold: H. B.’s Flight form the GDR. In: Intelligence and National Security (2005) 4.
PeN

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