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Bassenge, Friedrich

* 12.3.1901, † 17.2.1970
Philosoph, Verlagslektor

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater Dir. der Kammgarnspinnerei Leipzig; Volksschule u. Realgymnasium, 1920 Abitur; anschl. Studium der Staats- u. Rechtswiss., 1920 – 21 in Freiburg (Ethik u. Logik bei Edmund Husserl), 1921 in München, 1921 – 23 in Leipzig, dort 1. jurist. Staatsprüfung u. 1924 Prom. zum Dr. jur. mit der Arbeit »Rechtsverhältnis u. Staat«; 1925 Referendar in den Amtsgerichten Wurzen u. Dresden; Philosophiestudium 1926 in Köln, 1927 / 28 in Leipzig; 1930 Prom. zum Dr. phil. mit der Schrift »Das Versprechen. Ein Beitrag zur Philos. der Sittlichkeit u. des Rechts«; 1930 Referendar in Bautzen; 1931 2. jurist. Staatsexmen (Assessor); 1931 – 33 Hilfsrichter am Amtsgericht Klingenthal u. am Landesgericht Dresden; 1933 wg. antifasch. Äußerungen aus dem Staatsdienst entlassen; 1933 – 34 arbeitslos; 1935 – 41 selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt (Sachsen); 1941 – 53 Justitiar bei Raiffeisen in Erfurt u. Berlin.
1954 – 70 Lektor für Philos. im Aufbau-Verlag; gest. in Staaken bei Berlin.
Hrsg. von Hegels »Ästhetik«, Diderots »Ästhetischen Schriften« sowie Werken anderer Philosophen; Übers. der »Metaphysik« des Aristoteles; zahlr. Aufsätze in west- u. ostdt. Fachztschr.; hat als »nichtmarxist.« Philosoph in u. neben seiner Tätigkeit als Verlagslektor tiefgründige Aufsätze u. unveröff. Texte zur Logik, Naturphilos., Handlungstheorie, Ästhetik u. zu Aristoteles verfaßt; der philosoph. Nachlaß wird erst erschlossen.

Publ.: Über Fragen der Logik. Dt. Ztschr. für Philos. (1955) 4, 5 u. 6.
GuH

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