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Bastian, Horst

* 5.12.1939, † 13.4.1986
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Exin (b. Posen) (Kcynia, Polen); Vater Gärtner, Mutter Hausfrau; 1946 – 54 Schulausbildung in Damelang; schweres Asthmaleiden; 1954 landwirtschaftl. Berufsschule in Golzow; 1955 – 57 Maurerlehre in Potsdam, Möbelträger; 1957 / 58 ABF; ab 1958 Arbeit als Requisiteur am Dt. Theater Berlin, körperl. Zusammenbruch, danach freischaff. Publizist; ab 1960 erste Erzählungen, Hörspiele u. Drehbücher; Filmszenarien zus. mit  Manfred Krug: 1961 »Gestorbene Angst« (nicht realisiert), 1962 »Der Kinnhaken«; 1964 SV; 1965 / 66 Literaturinst. »Johannes R. Becher« Leipzig; schrieb vielbeachtete Kinder- u. Jugendbücher mit Geschichten über die Nachkriegszeit (»Die Moral der Banditen«, 1964, »Wegelagerer«, 1968), Hörspiel »Deine Chance zu leben« (1971), Erzählungsband »Drei Welten auf einem Stern« (1971), als DDR-Entwicklungsroman angelegte Tetralogie »Gewalt u. Zärtlichkeit« (1974 – 86 unvoll.), Kriminalromane, »Die Brut der schönen Seele« (1976), »Nicht jeden Tag ist Beerdigung« (1980), daneben Filmszenarien, Reportagen; zahlr. Lesungen in Jugendgr. u. Betrieben; Studienreisen nach Vietnam (1980, 1983 u. 1985); 1965 Kunstpreis der FDJ; 1975 Kunstpreis des FDGB; 1978 SED; 1979 Goethe-Preis der Hauptstadt der DDR; 1980 Theodor-Körner-Medaille; 1984 NP; 1958 – 86 als GI / IM »Hartmut Möwe« für das MfS erf.; gest. in Berlin.

Publ.: Barfuß ins Vaterland. Berlin 1987 (posthum).
Sek.-Lit.: Walther, J.: Sicherungsbereich Lit. Schriftst. u. Staatssicherheit in der DDR. Berlin 1996.
IKF

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