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Herz, Joachim

* 15.6.1924, † 18.10.2010
Musiktheaterregisseur, Direktor der Oper Leipzig, Intendant der Komischen Oper

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Vater Kfm.; 1942 Reifeprüfung an der Kreuzschule; Beginn der Ausbildung für das Höhere Lehramt an der Staatl. HS für Musik in Leipzig; 1944/45 Militärdienst.
1946 Forts. des Studiums an der Staatl. Akad. für Musik u. Theater in Dresden, 1948 St.-Ex. als Fachlehrer für Musik; 1948 – 51 Studium der Regie u. Musikwiss. in Dresden u. an der HU Berlin; 1950 Regie »Die Bremer Stadtmusikanten« (HS u.  Palucca Schule Dresden); 1951 – 53 Regisseur an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul; 1953 – 56 Assistent an der Komischen Oper Berlin bei  Walter Felsenstein; hier 1954 »Die Zauberflöte«, 1955 »Manon Lescaut«; 1956/57 Regisseur an den Bühnen der Stadt Köln; 1957 – 59 Oberspielltr. der Städt. Oper Leipzig; 1959 – 76 Dir. der Oper Leipzig; hier 1960 »Die Meistersinger von Nürnberg« (Eröffnungsinszenierung); 1961 NP (im Koll.); seit 1963 Arbeiten für Funk, Film (1964 »Der fliegende Holländer« bei der DEFA), Fernsehen, Schallplatte; 1969 Mitgl. der DAK; seit 1971 zahlr. Inszenierungen im Ausland; 1972 »Ring des Nibelungen« (Oper Leipzig); 1976 – 81 Intendant der Komischen Oper Berlin (Nachf. von  Walter Felsenstein), »Bumbum« (UA), »Lulu«, »Peter Gri«; 1976 – 81 Lehrauftrag an der KMU Leipzig; seit 1981 Ltr. der Abt. Musiktheater-Regie
an der HS für Musik Dresden; Lehraufträge, Gastseminare u. -vorlesungen in Europa u. Übersee; 1981 – 91 Chefregisseur an der Staatsoper Dresden; 1985 »Der Freischütz« (Eröffnungsinszenierung der Semper-Oper Dresden), 1986/87 »Die Nase«, »Falstaff« (Dresden); Ehrenmitgl. des Bolschoi-Theaters Moskau u. der Ges. für Musiktheater Wien; 1974 VVO; NP 1961 (im Koll.), 1970, 1977 u. 1985; 2005 Ehrenmitgl. der Kom. Oper Berlin; lebte zuletzt in Dresden; gest. in Leipzig.

Publ.: Und Figaro läßt sich scheiden. München 1985.
AuR

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