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Hesse, Horst

(Ps. Horst Berger)
* 12.5.1922, † 16.12.2006
Agent

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Magdeburg; Vater Maschinenmonteur; Volksschule; Lehre als Feinmechaniker; 1939 Soldat; 1943 engl. Gefangenschaft.
1945 Rückkehr nach Magdeburg; wegen Krankheit nicht berufstätig; 1946 Schlosser im VEB Schwermaschinenbau »Ernst Thälmann«; 1947 VP-Mstr.; 1948 SED; 1951 Instrukteur der NF, dann Dispatcher im o. g. VEB; in dieser Zeit Anwerbung durch den US-Geheimdienst Military Intelligence Department (MID), H. informierte darüber das MfS, dort dann ab Jan. 1954 als IM »Jürgen« bzw. »Lux« des MfS erf.; 1954 Instrukteur der GST-BL Magdeburg; dann nach Berlin (West); Spionage für das MfS in der MID-Zentr. in Würzburg; Abt.-Ltr. für Agentenwerbung, später Stellv. des Chefs für Sicherheitsfragen; 20.5.1956 Flucht in die DDR, unter Mitnahme eines Tresors mit Unterlagen; von einem US-Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt; 1956 Ltn. der Bereitschaftspolizei im Brigadestab Karl-Marx-Stadt; 1957 Einstellung beim MfS, BV Karl-Marx-Stadt, Abt. II (Spionageabwehr); 1959/ 60 Invalidenrentner; 1960 Wiederaufn. des Dienstes bei der HA II, MfS Berlin; 1962 Kontrollpunkt-Ltr. in Eberswalde; 1963 Vorbild für den DEFA-Film »For eyes only«; 1964 Versetzung zur Krs.-Dienststelle Eberswal-
de; Major; 1966 Invalidenrentner; gest. in Schwedt.

Sek.-Lit.: Schramm, G. (Hrsg.): Der Botschaftsflüchtling u. andere Agentengeschichten. Berlin 2006; Scherer, F. M.: H. H. In: Intelligence and Nat. Security (2006) 21.
JeG

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