Biographische Datenbanken

Hindemith, Harry

* 16.6.1906, † 21.1.1973
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Brüssel-Anderlacht; Vater Böttcher, Mutter Waschfrau; bis 1914 aufgew. in Brüssel; 1914 Übersiedl. der Fam. nach Mannheim; Realschule; 1921 – 28 Laufbursche / Angest. der Süddt. Disconto Gesell. in Mannheim; 1925 KJV, 1928 KPD; 1928 – 30 Studium an der Musikhochschule Mannheim; 1930 – 37 Schauspieler am Stadttheater Würzburg; 1937 NSDAP (Versuch illeg. Arbeit für die KPD innerhalb der NSDAP); 1937 – 40 Schauspieler am Landestheater Allenstein; 1940 / 41 Schauspieler am Stadttheater Wuppertal; 1941 – 44 Schauspieler am Stadttheater Rostock; 1944 – Apr. 1945 Funker bei der Wehrmacht in Stettin.
1945 – 53 Schauspieler am Dt. Theater in Berlin (Rolle in der Eröffnungsinsz. »Nathan der Waise«, R.  Fritz Wisten); nach Überprüfung durch die Parteikontrollorgane 1946 KPD / SED; ab 1946 auch Schauspieler bei der DEFA (»Irgendwo in Berlin«, R. Gerhard Lamprecht, 1946), Rollen in weit mehr als 70 DEFA- und Fernseh-Filmen, u. a. »Unser täglich Brot« (1949, R.  Slátan Dudow), »Schlösser u. Katen« (1957, R.  Kurt Maetzig), »Mord an Rathenau« (1961, R. Max Jaap), »Die Fahne von Kriwoj Rog« (1967, R. K. Maetzig); 1954 – 73 Schauspieler im Ensemble der Volksbühne Berlin, u. a. Rollen als »Wilhelm Tell«, in »Kabale u. Liebe«, »Maria Stuart« u. zunehmend in Gegenwartsstücken; ab 1965 Vorstandsmitgl. des Verbands der Filmschaff., Erster Vors. des Clubs der Filmschaffenden u. Vors. der Gewerkschaft Kunst in Berlin; 1950 u. 1951 NP; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film. München.
BRB; IKF

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis