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Hoffmann, Heinz (eigtl.: Karl-Heinz)

* 28.11.1910, † 2.12.1985
Minister für Nationale Verteidigung

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Mannheim; Vater Schlosser; 1917 – 25 Volksschule in Mannheim; 1925 – 28 Ausbildung zum u. 1928/29 Arbeit als Maschinenschlosser in Mannheim; 1925 – 30 Mitgl. des DMV, 1926 – 30 des KJVD, der RH, der Roten Sportgemeinschaft u. Naturfreunde; mehrere kurze Haftstrafen wegen »Teiln. an Demonstrationen u. Handgreiflichkeiten«; 1929 – 33 arbeitslos bzw. Gelegenheitsarbeiten; 1930 KPD; ab 1933 illeg. pol. Tätigkeit; Org.- bzw. Pol.-Ltr. der KPD-BL Baden-Pfalz; Jan./Febr. 1935 in der Schweiz; Juli 1935 Emigr. in die UdSSR; 1935/36 Internat. Lenin-Schule; 1936/ 37 Sonderlehrgang an der Offiziersschule Rjasan, Ltn.; 1937 – 39 Interbrigadist in Spanien, 11. Internat. Brigade, Ltn., dann Bat.-Kommissar des »Hans-Beimler-Bat.« (»Heinz Roth«); 1937 verwundet, 1937/38 Lazarett in Madrid, 1938/39 in Frankreich (Eaubone); April 1939 –Nov. 1940 Erholungsheim in der UdSSR; 1941 Stud. der Schule der KI (EKKI); 1941 – 44 Mitarb. des NKWD, Partisanenausbildung; 1942 pol. Arbeit in einem Kriegsgefangenenlager; 1942 – 44 Lehrer in einer Antifa-Schule im Gebiet Gorki, dann in Krasnogorsk; 1945 Ltr. einer Spezial-Polit-Schule bei Moskau (Objekt 12).
Jan. 1946 Rückkehr nach Dtl. (Berlin); Mit-
arb. im ZK der KPD bzw. PV der SED; Jan. 1946 persönl. Mitarb. von  Wilhelm Pieck, dann bis Sept. 1947 von  Walter Ulbricht;
1947 – 49 Org.-Sekr. der SED-Landesltg. Groß-Berlin; 1949/50 Vizepräs. der DVdI u. Ltr. der HA Polit-Kultur, Gen.-Inspekteur; 1950 – 55 Stellv. des Min. des Innern, 1950 – 52 Ltr. der HV für Ausbildung (HVA), 1952 – 55 Chef der KVP, 1.10.1952 Gen.-Ltn.; ab 1950 Abg. der Volkskammer; 1950 Kand., ab 1952 Mitgl. des ZK der SED; 1955 – 57 sowj. Gen.-Stabsakad., Dipl. rer. mil.; 1.12.1957 – 1.7.1960 1. Stellv. des Min. für Nat. Verteidigung; 1.3.1958 – 1.7.1960 zugl. Chef des Hauptstabs; 1958 Teiln. an der Außenministerkonferenz in Genf; 7.10.1959 Gen.-Oberst; 1960 – 85 Min. für Nat. Verteidigung (Nachf. von  Willi Stoph); 1.3.1961 Armee-Gen.; ab 1969 Mitgl. des Komitees der Verteidigungsmin. der Warschauer Vertragsstaaten; 1970, 1980 u. 1985 KMO; 1973 – 85 Mitgl. des PB des ZK der SED; 1973 Studium an der Gen.-Stabsakad.; 1954 VVO, 1965 Rotbannerorden (UdSSR); 1974 u. 1980 Lenin-Orden; 1974 Scharnhorst-Orden; Dez. 1975 Dr. h. c. der SED-PHS; 1975 u. 1980 Held der DDR; gest. in Berlin.

Publ.: Die marxist.-leninist. Lehre vom Krieg u. von den Streitkräften. Berlin 1960; Soz. Landesverteidigung. Aus Reden u. Aufsätzen. 5 Bde. Berlin 1971 – 1983; Mannheim, Madrid, Moskau. Erlebtes aus drei Jahrzehnten. Berlin 1981; Moskau, Berlin. Erinnerungen. Berlin 1989.
Sek.-Lit.: Heider, P.: H. H. – Parteifunktionär, Armeegeneral u. Verteidigungsminister. In: Ehlert, H., Wagner, A. (Hrsg.): Genosse General! Die Militärelite der DDR in biogr. Skizzen. Berlin 2003.
BRB; HME

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